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Tradition in Flomersheim - Die Kerwe und die Kerwerede

Die Kerwereden - Texte und Vorträge von Rainer Hannemann

Ortswappen von Flomersheim
Ortswappen von Flomersheim

Jahrmarkt der Lustbarkeiten: Die Kerwe
(Der nachfolgende Text stammt von der Flomersheimer "Pressefrau" Ursula Lutz. Herzlichen Dank dafür!) 

Die Kerwe. Sie ist landauf, landab immer noch ein Fest der Fröhlichkeit und des bunten gesellschaftlichen Lebens. Kirmes, Kirchweih, heute bei uns nur noch Kerwe genannt, war ursprünglich ein Erinnerungsfest an den tatsächlichen Tag der Kirchweihe. Die Kerwe war früher, sagen wir vor 50 bis 100 Jahren, nicht nur ein Dorf-, sondern auch ein Familienfest. Es dauerte mindestens zwei Tage, an denen gefeiert wurde, aber alles war etwas anders als heute. Es wurde von den Hausfrauen tagelang vorher das Haus geputzt, ein Staubsauger war dabei eine Seltenheit. Die Matratzen wurden an die Luft geschleppt und gebürstet, die ganzen Kleider im Schrank im Freien aufgehängt und gelüftet, Vorhänge gewaschen und die Fußböden gewachst. Dann wurde füer das Fest gebacken und gekocht. Da roch es ganze Straßenzüge lang nach allerhand leckerem Braten und Kuchenfreuden.

Alle Familienangehöre und Freunde, oft von weit herkommend, waren eingeladen. Deshalb musste alles im Haus blitzen und glänzen und natürlich wurde etwas köstliches zum Essen vorbereitet. Meistens gab es zuerst eine Marklößchensuppe, dann einen guten Braten mit deftiger Soße, meist von eigenen Schweinen oder Hühnern, dazu selbst gemachte Klöße, die Schneebällchen oder "Hoorische" genannt wurden, würziges Rotkraut und frischen Salat. Als Nachtisch wurde ein leckerer Pudding serviert, der oft mit Obst verfeinert war.

Hatte am Sonntagvormittag der Kirchgang Tradition, so war es am Nachmittag der Gang zum Kerweplatz mit der ganzen Familie. Die Kinder freuten sich auf Schiffschaukel, Reitschule und etwas später auf die Raupenbahn. Süße Verlockungen boten der Süßwarenstand, genannt "Gutselstand" und eine Gaudi waren Schießbude und Losstand. Da war später der Autoscooter schon was ganz besonderes. Zu diesem Jahresfest der Lustbarkeiten gab es auch neue Kleider, genannt Kerwekleider und wenn das Einkommen reichte, auch neue Schuhe. Und es gab Kerwegeld, natürlich viel zu wenig für all die Verführungen auf dem Kerweplatz.

Wochenlang vor der Kerwe fieberten Jungs und Mädchen dem einmaligen Ereignis des Kerwetanzes entgegen. Rechtzeitig wurden Plätze im Saal ausgehalten, denn alle Tanzlokale waren Stunden vor dem Beginn schon voll besetzt. Wehe die Jugend war noch keine 16 Jahre und wagte ein Tänzchen nach 22.00 Uhr: Da stand die Polizei parat und wies die Sünderin oden den Sünder sofort aus dem Saal. Doch die Jugend kannte auch Verstecke und saß dort mit klopfendem Herzen, bis die Gesetzeshüter nicht mehr zu sehen waren.

Wie sich doch die Zeiten ändern. Und doch ist manches gleich geblieben: Das fröhliche Beisammensitzen auf dem Kerweplatz bei gutem Essen und Trinken. Dort trifft man sich, man redet, man lacht, Kinder haben Spaß auf dem Karussell, andere an Schieß- und Losbuden, in manchen Gegenden auch noch beim Kerwetanz wie in früherer Zeit. Gehörte in manchen Gegenden früher noch eine Prozession durch das Dorf oder die Felder, so sind daraus wohl die Kerweumzüge mt allerlei Einfallsreichtum geworden. Und seit Jahrzehnten erhalten hat sich der Kerweborsch. Hat er sich in einer Gemeinde erst mal etabliert und geschliffene Reden parat, dann ist man jedes Jahr aufs Neue gespannt auf seine witzigen, unbeglaubigten, aber charakteristischen Erzählungen aus dem Gemeinde- und Vorortleben oder zu prominenten Persönlichkeiten. 
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Seit weit mehr als zwei Jahrzehnten ist es auch in Flomersheim Tradition, bei der Eröffnung der Kerwe im Festzelt eine Kerwerede zu halten. Darin werden die allgemein bekannten örtlichen Ereignisse des vergangenen Jahres aufgearbeitet und mit viel Humor dem Publikum näher gebracht. Auch die "Beerdigung" der Kerwe am Abend des letzten Kerwetages ist ein mit einer gewissen Spannung erwartetes Ereignis im Kerwezelt. Nachfolgend findet Ihr einige Kerwereden aus den letzten Jahren und eine Rede zur Kerwebeerdigung. Ich wünsche Euch beim Lesen viel Vergnügen.

Wenn Ihr lustige Anekdoten und/oder Geschichten anlässlich der Flomersheimer Kerwe kennt, würde ich mich über eine Information sehr freuen. Ich würde diese dann gerne hier einem breiten Publikum zugänglich machen. Schreibt mir einfach eine eMail an [javascript protected email address] oder ruft mich an unter: (06233) 50789. Herzlichen Dank!

Flomersheimer Kerweborsch / Foto: Katrin Hannemann
Flomersheimer Kerweborsch / Foto: Katrin Hannemann

Die erste Kerwerwede von Rainer Hannemann (Foto rechts) wurde im Jahre 1994 dargeboten. Bis heute ununterbrochen alle Jahre wieder. 
Bitte beachten: Die Fotos auf diesen Seiten sind nicht unbedingt mit dem Jahr der Kerwe identisch. Mittlerweile darf man ja nur noch Fotos einstellen, die gewissen Regularien(Recht am eigenen Bild...!) unterliegen. Deshalb habe ich Fotos gewählt, wo dahingehend keine Probleme zu erwarten sind!

 

  

Kerweborsch in Aktion / Foto: Hans-Jürgen Kellner
Kerweborsch in Aktion / Foto: Hans-Jürgen Kellner

Kerwerede 2006

Grüß Gott, guten Tag, bonjour und a nice Day,
was bin ich froh, dass ich eich seh,
jeder der was auf sich hält, sitzt heut beim TuS im Kerwezelt,
das iss gut so uns so soll es auch sein,
Kerwe feiert Alt und Jung in Flomersheim.
Besonders begrüß ich den städtischen Lenker,
den Kerweumzug-Woiausschenker,
ihr wisst alle wen ich mein,
willkommen Herr OB Wieder in Flomersheim.
Als nächstes begrüß ich, darauf bin ich ganz wild,
Miss Strohhut, Corina Metzger, das städtische Aushängeschild.
Beim Kerwe-Umzug da durfte ich im Cabrio neben ihr sitzen,
bei so viel Liebreiz kam ich in’s Schwitzen,
aber so iss es im Leben halt, ich bin 30 Jahr zu alt.

Und dann grüß ich auch noch wie jedes Jahr, unser jüngstes Ehepaar.
Und als ich des gehört hab, ich konnt es net glaube,
e
s Beckers Joachim ist unter der Haube,
und Joachim ich denk, ich kenn dich so lang schon,
und ich derf des aach saa,
ich hab wirklich geglaubt, du kriegst niemals e Fraa.
Doch jetzt seh ich’s genau, es hot jo geklappt,
du hasst die Sarya zur Frau Becker gemacht,
Deine Mutter, die Annelies’ iss sicherlich froh,
jetzt iss ferr moin Bu aach e annerie do.
Der Fritz Strassner unn sei Fraa, unser ältestes Ehepaar,
ist leider in diesem Jahr nicht da.
Die Gesundheit spielte nicht mehr mit, bei den beiden kam es ganz dick.
Jahrelang haben die uns begleitet, darum hat man uns beneidet,
und so kurz nach dem Umzug, ich sag’s leicht gequält,
es Strassners, die haben heute wirklich gefehlt.
Und darum, ich hoffe es ist auch in euerm Sinn,
schicken wir die besten Genesungswünsche zu Strassners hin,
unn die Frau Strassner kriegt wie jedes Johr ihren Blumenstrauß,
den bringen de Dietmar und ich Ihr persönlich in’s Haus.                

Vor einer Woche war die Welt in Eppstein zu Gast,
das Kerwemotto hat leider auch zu Eppstein gepasst,
ein Unwetter war plötzlich da, wie ein Tornado - Made in USA,
ich war dort, mein Gott war es mir so bang,
zum Glück sind wir mit der Kerwe erst heute dran,
Unn wenn mer auch als vunn hier e bisje uff die Eppstääner schennt,
so Kerwewetter haben die Flomersheimer euch net gegönnt,
doch es iss net zu ändern, drum grüß ich bei Wein und bei Bier,
viele Freunde aus Eppstein zu unserer Kerwe hier.
Wen ich jetzt net begrüßt hab, des sag ich mol hier,
soll sich net beschwere, Begrüßung iss eigentlich dem Dietmar sei Bier.
Des ist mit dem Dietmar auch so abgestimmt,
ich begrüß’ die Fraue, er begrüßt den Mann und das Kind.
Aber alle Fraue werden von mir persönlich geküsst,
jetzt wisst ihr auch warum 4 Tage lang Kerwe hier ist.

Wir Deutschen sterben langsam aus, so hört man es tagein – tagaus,
wer soll mal - und das ist hier die Frage,
euer Rente unn moi Pension bezahle.
Denn Kinder will heut’ keiner mehr – zuviel Arbeit – Erziehung zu schwer
und auf was man dann verzichten muss, bereitet vielen heut’ Verdruss;
Im Bett wird zwar noch scharf geschossen, jedoch das Ziel nicht mehr getroffen,
weil die Chemie ja meistens dann, ein Volltreffer verhindern kann.
Selbst in Berlin ist schon bekannt, keine Kinder mehr im Land,
doch in Berlin, ich mein’s symbolisch,
spricht jedes dritte Kind schon anatolisch.
Und dort macht man sich Gedanken dann,
wie man die Deutschen ändern kann.
Uns oftmals die Politiker, dess misst ihr wisse,
denen niemals eigene Kinder in die Windeln… gemacht!

Dass dess nix wird - aber wie es geht - hier in Flomersheim ihr seht.
Hier kommen die Kinder dann und wann, sogar im Doppelpack gleich an.
In der Zeitung stand’s auf Seite 4, sechs Zwillingspärchen gibt es hier.
Für die Statistiker unter Euch, ich hab’s recherchiert,
wir werden als fruchtbarstes Dorf in de Palz geführt.
Woran der Kindersegen wohl liegt, hab ich mich gefragt,
ei an de Zwiwwele hot mir so en Alte gesagt,
auch Eier tun der Mami gut, wenn sie Papa Essen tut!
Hast du also Liebe im Herzen, Eier und Zwiebeln im Bauch,
dann wirst du ganz sexy unn mit de Kinner klappt’s auch.

Die Erklärung schien mir zu einfach, drum nehmt mich beim Wort,
dahinter steckt – so glaub ich - de Dietmar Borth.
Doch halt - net wie ihr denkt, dess möchte ich eich saa,
der iss froh wann er rumkommt bei de eigene Fraa,
hier geht um was anneres, des möchte ich betone,
hier geht’s nicht um Liebe, hier geht’s um die Kohle.
Wird hier nämlich ein Kind gebore, geht es statistisch net verlore,
es zählt als Einwohner vom Ort, dadurch steigt das Gehalt vom Borth.
Weil dieses sich nach der Einwohnerzahl richtet – unn das is wohr und nicht gedichtet.

Und kommen dann Zwilling, so kann ich Euch sagen,
hat er sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
Also immer dann, wenn hier im Ort mit Babys was geht,
sich Dietmars Kontostand erhöht.
Wenn in einer Familie dann, ein sechstes Kind kommt dann und wann,
und ist es ein Junge, dann hat er Glück auf Erden, den Dietmar wird sein Pate werden.
Wird es ein Mädchen, do werds meischtens deier,
des macht aber dann seine Vertreterin, die Heike Firsching-Haselmeier!
Und beim siebten Kind, dess misst ihr wisse, gibt es keine Kompromisse,
so einem Glückskind macht man dann klar,
du darfst zum Oberbürgermeister Onkel Theo saa.
Drum rufe ich den jungen Paaren hier zu , gebt heute Nacht zu Haus keine Ruh;
direkter will ich jetzt net werrn, sie kennen schon des Pudels Kern.

Und hier sag ich Euch damit ihr’s wisst,
dass die Machart an den Kindern das schönste ist.
Wenn Mann es noch nicht kapiert hat, dem sag ich jetzt wie’s geht;
also - wenn außer dem Wecker noch was anderes steht,
nix an außerm Licht aber an de Fieß noch die Socke,
des gibt sechs Pfund schwere Kinder mit ganz lange Locke.

Wer es noch net kapiert hat kommt nachher zu mir,
ich geb’ privat gute Tipps beim e scheene Glas Bier….!

Die Kerwe- Aktions-Kinner kommen im Wonnemonat Mai dann zur Welt,
vom Staat gibts reichlich Kinnergeld,
so saniert man auch die Haushaltskass’,
man kommt in e annerie Steuerklass’
und das Personal von Schule und Kinnergarte,
hat Arbeit noch für viele Jahre.
Und wir sind halt ein Vorort von einer Stadt,
die für Familien mit Kinder wirklich alles hat.

Also kommt über die Kerwe zu Haus schon zur Sache,
das ist wichtig für Deutschland, dass iss net zum Lache.
Aber dass Lachen der Kinder, dass ist euer Lohn,
unn die Rente iss gesichert und aach moi Pension.

Ei ich hab jo im Zelt die Maria erblickt, Frau Professor Böhmer,
sie hat ja der Himmel geschickt.
Was sie eben gehört haben, wird man in Berlin nicht fassen,
mit diesen Ideen können sie die Wuz dort rauslassen,
in der Pfalz, so können sie sagen, hat man es erkannt,
dort löst man das Rentenproblem mit leichter Hand.
Es ist ja ganz einfach und gar nicht verkehrt,
es kommt halt immer drauf an, wie man es dem Volk auch erklärt!
Und wenn man sie fragt, woher sie das han,
dann sagen sie Flomerschumm - Kerweborsch - Hannemann!

Pfarrer werden ist nicht schwer, Sargträger sein dagegen sehr.
Man soll auf Kommando und das muss man kenne,
traurig gucke unn aach flenne, nicht erzählen und langsamer Schritt,
sonst kommt de Parrer net mehr mit.
Und das fast noch jeden Tag, so steht es im Sargträger-Vertrag.
Schwarzer Anzug, Schlips und weisses Hemd,
wird im Vertrag auch noch genennt.
Wer dich so nicht begleitet zur letzten Ruh’,
wird schwer kritisiert von der CDU.
Und das die Kritik vumm e Flomerschummer kimmt,
hat manchen etwas missgestimmt.
Denn wenn so was in de Zeitung steht, schnell im ganze Land rum geht,
und so was, ich sag’s jetzt ganz hart, schadet dem Ruf der ganzen Stadt.

In so einem Falle ruft man dann, den Günther Lätsch im Rathaus an,
der sich außer Sozialdezernent auch noch Hüther aller Gräber nennt,
und erzählt ihm dann vom Sargträger-Übel,
dess iss der gewohnt, der kriegt täglich Prügel.
Und erst wenn man jetzt nicht reagiert, wird der Stadtrat informiert.
Die Kritik war ja angebracht,
es kommt halt immer drauf an, wie man es macht.
Geht man also so sensibel vor, schießt man sich kein Eigentor,
und wird auch nicht, dass muss merr wisse,
von der eigenen Fraktion noch angeschisse.

Ein gravierender Fall aus dem Beerdigungswesen,
wäre in diesem Jahr in Eppstein gewesen.
Bringt man dich dort zur ewigen Ruh,
ging es nicht immer pietätvoll zu.
Die Sargträger der Kommune, so konnte man lesen,
wären schneller als der Herr Pfarrer gewesen,
wenn dess stimmt, dann kann ich’s net versteh’,
ich hab noch nie en schnelle Mitarbeiter bei der Stadt geseh’.
Wie ich des gelese hab, hab ich merr gedenkt,
vielleicht hot aach de Parrer aus Maxdorf gepennt,
weil der in Eppstää de Friedhof net kennt.

Auf dem Wege zum Grabe hätten die Sargträger laut erzählt,
so berichtete der Pfarrer der Zeitung gequält,
und ganz ohne Grund, sagte der Pfarrer betroffe,
wären die plötzlich in eine andere Richtung geloffe,
gehalte hätten die erst – und dann kam der Dreh’,
als die Ortschild vunn Flomerschumm geseh’!

Zurück auf dem Friedhof – und jetzt kommt der Schlag,
den Sarg versenkt sofort in’s Grab,
jetzt dreht sich Herrn Pfarrer der Magen um,
ei do warn ja noch die Blumme drum.
Der Pfarrer war ganz aufgebracht,
hinterher die städtischen Träger laut zur Schnecke gemacht.
„Die Blumen sollten vorher runter, das war eure Pflicht“,
es haben alle gewisst - nur die Sargträger nicht.

Es gibt manchmal doch sehr schlechte Tage, dass ist leider keine Frage,
doch so etwas passiert halt nicht, wenn man vorher miteinander spricht.
Und hier mein Kommentar dazu, begibst du dich zur letzten Ruh’,
sozusagen auf deine letzte Reise
unn wohnst in Eppstää – dann ist es … Mist!

De Eppstääner sag ich, wenn man mich jetzt kritisiert,
wäre des gleiche in Flomersheim passiert,
dann hätte ich, wie ihr mich kennt, genau de gleiche Text verwendt’,
doch in dem Fall, do hatten mir halt Glück,
es war nun mal in Eppstää, es war iwwer der Brück’.

So, jetzt mach ich wieder Schluss,
weil ich jetzt mol was trinken muss.
Euch allen wünsch ich, dass ist keine Frage,
viel Spaß auf den Flomerschummer Kerwetage,
dem TuS wünsch ich ein volles Haus, leider siehts nach Regen aus.
Soll auch das Werk den Meister loben,
doch Regen und Segen kommt halt von oben.
Etwas könnte man vielleicht dran dreh,
wenn ich euch morgen früh in der Kirche all’ seh’.
Bei der Predigt uff pälzisch, könnt ich mir denke,
könnt man die göttlichen Schritte noch lenke,
bei stillem Gebet und in Eintracht mit dem Herrn,
könnt es Wetter eventuell noch besser werrn.

Ich mach mich jetzt vom Acker, den nach mir ist dann,
der Vorstand vom Kerwewirt TuS Flomersheim dran.
Dann kommt auch das wichtigste für einige hier,
nach seiner Begrüßung gibt’s kostenlos Bier.
Auch diese Kerwerede, die hat nix gekoscht,
Macht’s gut, auf Wiedersehn im nächsten Jahr – Prost!

© Rainer Hannemann

August 2006

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Kerwerede 2007

Wieder mal ist es soweit, wieder mal ist Kerwezeit,
wieder mal, ich seh’s mit Wonne, wieder mal seit ihr gekomme,
wieder mal ein volles Zelt, vom Tennisclub hier aufgestellt,
wieder mal Gäste aus fern und nah, zur Flomersheimer Kerwe da.
Drum grüß‘ ich alle Flomersheimer,
Hammerdorf Eppstääner und Studernheimer.
Ich grüß Abgesandte von de Stadt,
sofern man samstags welche hat,
ich grüß Ortsvorsteher, Ortsbeiräte
grüß Onkel Jakob, Tante Käthe,
grüß Vorsitzende vunn de Vereine,
grüß große Leute und aach kleine,
grüß wichtige- und die sich dafür halten,
grüß junge Leute und die Alten,
grüß‘ Leute von der KSB,
BASF’ler hab ich aach geseh‘
ich grüß Kirchgänger und nicht so fromme,
von dene sinn aach paar heut gekomme,
grüß Fußballer und Gymnastikfraue,
grüß die Intelligenten und die Schlaue,
grüß Miss Strohhut – welche Wonne,
wo sie auftaucht, scheint die Sonne,
ich grüße hier auch, wie alle Jahr,
unser jüngstes Ehepaar,
es soll der liebe Gott euch beiden im Leben,
viel Liebe und auch viele Kinder geben.
E halbe Stund könnt ich jetzt noch grüße,
doch des würde mir und euch die Stimmung vermiese,
drum höre ich jetzt mit der Begrüßung uff,
weil ich jetzt mit euch mol trinke muss.  PROST!!!
Doch halt – do fällt mir etwas ein,
eine Begrüßung muss noch sein.

Drum grüß ich besonders den OB unserer Stadt,
der bei der OB-Wahl in diesem Jahr bewiesen hat,
dass- wenn man wie er so nah beim Volke steht,
und das ganze Tun sich um den Bürger dreht,
dann hat man, wie in seinem Fall,
kein Problem bei der Wiederwahl.
Pfälzisch loyal regiert er im Amt,
ist selbst von politischen Gegnern anerkannt,
er regiert demokratisch korrekt mit alle Finesse,
bis die annere WORSCHT sagen, hot t‘ er sie schunn gesse.

In der Presse konnte man es dann lese,
sein hoher Wahlsieg wäre einmalig gewese.
Und nach dieser Wahl hat sich mancher gedacht,
endlich mal das Kreuz an de richtigen Stelle gemacht.
Und zu seinem Erfolg, des kann ich hier sage,
haben die Flomerschummer auch beigetrage.
Selbst die Auszählung hätt man bei uns mache gekennt,
wenn man sich do mol verzählt hätt, hätt kääner geschennt.
Drum mach ich’s wie die Pfarrer,
ich sprech‘ hier für fast alle,
dass er wieder OB ist, des dut uns gefalle.

Es gibt viel zu tun, Herr Wieder, in de nächschte paar Johr,
drum viel Spaß bei de Arbeit und bleiben se weiter so chlor!
Unn was jetzt kummt, ich sags grade heraus,                                       
das ist ganz alleine ihr Applaus.

Die Welle der Begeisterung, ging in der Grundschul‘ bei uns um.
Von 46 Schulen in der Pfalz, war man die beste jedenfalls,
genauso wie vor einem Johr, ging man als Sieger wieder hervor.       
183 Sportabzeichen wurden hier errungen,                                              
dass hat wie Musik in meinen Ohren geklungen.                                
Bei der Feier dann im Mai, war de Dietmar Borth dabei.                              
Spendierte für die kleinen Sieger, Mohrenköpfe immer wieder.
Vom OB gab es – nachdem der Rektor genickt –                      
zwei Tage hausaufgabenfrei,  das war von ihm sehr geschickt.                                          
Uff die Idee vum OB muss ich nochher mol trinke – PROSCHT-                                          
die Kinner warn begeistert unn es hot nix gekoscht.
Doch Siege auf Landesebene reichen der Grundschule nicht aus,
man streckte die Fühler nach höherem aus.                                         
Und jetzt kommt wirklich ein Hammer, ich war ja ganz platt,          
man hat bei einem Wettbewerb der Stiftung Lesen de 1. Platz gemacht.
Klassenlehrerin Zenker, dass kann ich eich saa,                                 
hat dafür 2 Monate gebastelt - mit de Klasse 4a.                               

Und das Thema der Geschichte, dass sag ich euch auch gleich,              
man war auf Abenteuerjagd in Neptuns Reich!
Und das mit Erfolg, wie ein jeder jetzt weiß,                                         
Die Belohnung dafür war der erste Preis.
So ein Erfolg kommt nicht von allein,                                                         
es muss viel Engagement von de Lehrkräfte sein.
Drum sag ich von hier oben, ich denk auch in euerm Sinn,                             
ein herzliches Danke an das Lehrerkollegium der Grundschule hin.

Und jeder hier im Zelt ja weiß, jede Leistung hat seinen Preis.  
Auch die AGF honoriert solche Sache,                                                  
drum tu ich es hier wie schon einmal mache,                                     
ich denke auch diesmal ist es keine Verschwendung,                                 
vun den AGF gibt’s für die Grundschul 150.- Euro zur freien Verwendung.

Bombenstimmung – so könnte man sagen,                                                      
in der Gemarkung Flomersheim vor wenigen Tagen.
Das Herrchen von einem Hund war jo ganz platt,                  
wusste nicht, dass er ein Bombensuchhund hat.
Der Hund hot jo beim Gassigehn,                                            
eine Flugabwehrgranate uffem Acker gesehn.
1000 Bomben findet man jährlich in unserem Land,                   
97% werden als harmlos erkannt,                                                     
nur in Flomerschumm wär‘s gefährlich und schwer,                             
es hätt‘ mich aach gewunnert, wenn’s anerschtrum wär.
Und jetzt lief dann ab das volle Programm,                                  
der Kampfmittelräumdienst musste ran.                                                
Und der entschied kurzfristig und schnell,                                         
das Ding wird gesprengt an Ort und Stell‘.
So hat man neben dem Objekt der Gefahr,                                  
ein Loch gegraben, wunderbar.

Mit einer Sprengung, so hat man gedacht,                                      
wird die Granate unschädlich gemacht.
Um 12.30 machte es dann bumm,                                                 
es hott laut gekracht- unn alles guckt dumm.
Ausser der Granate, wie man jo gedenkt,                                     
hot merr aach noch e Wasserleitung gesprengt.
Und wer beim vorbeifahrn uff den Acker schaut,                           
hot gedacht, ei in Flomerschumm wird jo e Schwimmbad gebaut.
Doch so war es nicht, wie sie alle ja wissen,                                         
die Sprengung war gut- de Rest war beschissen.
Doch der Landwirt dem der Acker gehört,                                            
reibt sich die Händ‘-  weil ihn des gar net stört.                                      
Der kann sich halt in de nächste paar Jahre,                                    
die Beregnung vunn dem Acker ab jetzt erspare.

Apropopo Hunde, do hab ich gehört,                                              
dass in de Immegärte das Gassigehn stört.                                        
Vor Jahre hab ich von hier oben schon gebeten,                                    
lasst sie Drücken im Feld und nicht in den Beeten                           
und auch nicht am Straßenrand, wo die Kinder rumlaufen,                 
und auch nicht in öffentlichen Anlagen,                                                  
wo die Jugendlichen saufen,                                                             
sondern dort im Feld wo die Bomben liegen,                                  
können sich die Hunde den Hintern verbiegen.
Und als Hundebesitzer muss man ab sofort  wisse,                                    
in Flomerschumm wird nur noch uff em Acker geschisse.                              
Eventuell hätte Herrschen dann Glück                                                          
und sein Hund findet auch ein Bombenstück                                        
und findet dieser Hund dann derer drei, ist er ein Jahr Steuerfrei.       
Dann schlägt man zwei Fliegen mit einer Klapp,                              
de Hund wär beschäftigt  und die Bombe werden knapp. 

Deutschlands Kirchen geht’s schlecht, jeder Gottesmann stöhnt,
weil es hinten und vorne an Finanzen ja fehlt.
So manches Gotteshaus hat morsche Balken,                                  
kein Geld in der Kasse um es zu erhalten.
In so manchem Prachtbau, Jahrhunderte alt,                                        
muss der Gottesdienst ausfalle, die Heizung ist kalt.
So manches Manko könnt ich dahingehend nenne,                            
doch das würde den Umfang der Kerweredd sprenge.                 
Uff was ich hinaus will, jetzt komm ich zum Thema,                                 
in Flomerschumm haben wir das gleiche Dilemma.
Das katholische Gotteshaus, dieser Betonprachtbau,                       
steht kurz vor dem finanziellen Super-Gau.
Gebaut wurde die Kirche Ender der 60- iger Jahre,                      
da spielte Geld keine Rolle, das war gar keine Frage.
Damals- wegen de Koschte – hot  schunn so mancher gemotzt, d
och es wurde nicht gekleckert, es wurde geklotzt.

Und jetzt, heute, im Jahre 2007,                                                                 
werden dicke rote Zahlen geschrieben.
Jetzt muss man aktiv werrn, jetzt wird reagiert,                                              
es wurde auch Zeit das endlich was passiert.
Ihr wisst jetzt alle was ich mein,                                                             
man gründete kürzlich einen Förderverein.
Und der wird geführt – und das find ich schön,                                       
von unserem Vereinskampferprobten Udo Böhm.
Und Gottes Hand reicht auch bis iwwer die Brick,                              
drum machen in dem Verein aach die Eppstääner mit,               
vorneweg Ortsvorsteher Hebich, doch der ist des Pudels Kern,                                 
wenn der net dumm babbelt,  könnt des werklich was werrn.
Damit in unserer Kirche der Schornstein weiter raucht,                               
werden ca. 11 T€ gebraucht.                                                              

Wenn vun 500 Leit  jeder 22.- €uro spendiert,                                       
wären die Kirchenfinanzen vorerst saniert.                                                 
Mein lieber Udo, das ist schon ein Wort,                                          
ich wünsch euch bei der Aktion viel Erfolg im Ort.
Und weil der Kerweborsch zu seiner Rede steht,                                
hab ich hier ein Umschlag, wie ihr alle seht.
Ich spende hier 22.- €uro, ganz munter und frisch,                           
wenn’s 499 Leit nachmachen, iss des Thema vum Tisch.
Ich geb’s mit Freude und mit Ehrlichkeit im Sinn,                                      
obwohl ich evangelisch bin.

So nun mach ich langsam Schluss,                                                         
weil ich wieder einmal enden muss,                                                       
mit meinen Reden und Zitaten                                                                      
und auch das Freibier tut schon warten.
HALT: Über Freibier hab ich noch was geschriwwe,                                              
es war vor acht Tag bei de Kerwe-Eröffnung                                           
im Hammerdorf driwwe.                       

Die Rede waren geschwunge, das Volk war in Fahrt,                                    
und jeder im Zelt ho uffs Freibier gewart.                                                    
Uff dere  Bühn sah es aus - genau wie hier owwe,                                          
hinterm Rednerpult stand en Tisch mit Biergläser drowwe.                             
Dann kam der Hammer, der OB schaute gequält,                                                                   
 es war alles do, nur es Fass Bier hot gefehlt.
Kurz perplex, doch dann hot er gelacht,                                                          
en Faßbier-Anstich ohne Fassbier hot er aach noch net gemacht.                                                           
Im nächste Johr so verspricht er dort de Leit,                                                        
bringt er es Fass Bier vun dehäm mit, jetzt wisst ihr Bescheid.
In Flomerschumm, Herr Wieder, da muss das nicht sein,                        
geben sie die 50.- Euro lieber dem Förderverein.
Damit das mit dem Bier hier und heute nicht passiert,                                                        
hab ich das Faßbier vorher inspiziert,                                                                        
damit man nach den Reden dann,                                                                   
die Kerwe richtig eröffnen kann.

Ich wünsch Euch ne schöne Kerwezeit, volle Gläser alle Zeit.                    
Feiert kräftig und macht mit, dann bleibt ihr auch noch lange fit                   
und verliert nicht den Humor, dann wird es nächstjohr widder glor.
Ich hoffe, dass ich euch dann alle wiederseh‘ –                                                
dass wünscht sich de Rainer vunn de AG. DANKSCHEE!!!

 

Frankenthal-Flomersheim, 25. August 2007

© Rainer Hannemann

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Miss Strohhut und Kerweborsch; Foto: H.J.Kellner
Miss Strohhut und Kerweborsch; Foto: H.J.Kellner

Kerwerede 2008

Grüß Gott, guten Tag, ihr seid jo all do,
es iss widder Kerwe, was bin ich so froh,
ich freu mich halt immer, wenn ich sie all seh’,
dann bin ich optimistisch- die Kerwe wird schee.
Es ganz Johr wart man gespannt, bis die Kerwe kommt in’s Land,
und jetzt ihr Leit isses soweit, in Flomerschumm iss Kerwezeit.
Vier Tage und vier Nächte lang,
verspürt man diesen innren Drang,
nach Bratwurst, Bier und viel Gesang.
Es zieht einem hin auf diesen Platz,
hier gibt es Stimmung und Rabatz,
hier triffst du wieder Gott und die Welt,
bei de Zwiwwelböck im Kerwezelt.
Ich hab als Begrüßung so ein Rundumschlag gemacht,
mit Grußworte haben sie ja meine Vorredner schon bedacht,
doch zwei Gäste grüß ich persönlich, das ist Tradition,
als erstes OB Wieder, denn kennt ihr ja schon,
und dann noch Miß Strohhut, Julia Fast, eine Wonne,
wo sie auftaucht scheint die Sonne.
Sie kennt uns noch net, drum erzähl ich ihr knapp,
was Flomerschumm so besonders macht:
Wir liegen, wie könnts annerscht soi,
schunn immer linkerhand vom Rhoi.
Schon in Urzeite hat man festgestellt,
hier ist de Nabel von der Welt.
Hier wäre, dass hab ich mal gelese,
das Vorbild fürs Paradies gewese.

Pälzer Woi und Pälzer Worscht,
Pälzer Leit und Pälzer Dorscht,
Flomerschummer Grumbeere und Pälzer Rebensaft,
wer bei uns wohnt hots geschafft.
Flomerschummer leben allezeit, schunn immer uff de Sunneseit.
Wir sind, Miß Strohhut, do kommen sie leicht dehinner,
em liebe Gott sei Lieblingskinner.
Deshalb, sie können mir es wirklich glaabe,
Flomerschunmmer sein ist eine Gottesgabe.
Damit sie das Gefühl kriegen, von was ich hier rede,
also – wie lässt es sich in Flomersheim lebe,
werden sie jetzt kurzer Hand, dank meiner Macht,
für 4 Tage zum Ehrenbürger von Flomerschumm gemacht.
Damit können mir protze, dass iss ganz gewiss,
weil ab sofort die Miß Strohhut aus Flomerschem iss.
Ich hör jetzt schon wie am Montag de OB zum Hebich spricht,
Miß Strohut aus Flomerschem, die sinn net ganz dicht.

Am letzten Freitag hab’ ich moins um halb
sechs in die RHEINPFALZ geguckt
und mich beinah am Kaffee verschluckt.
Da stand auf Seite 6 ganz groß und breit,
ab morgen iss Flomerschummer Kerwezeit.
Ich habs nochmol gelese, unn bin mords erschrocke,
mir ist im Sitze de Schweiß ausgebroche.
Und des iss selten bei uns Bahn-Beamte,
dass muss ich euch wisse lasse,
wer bei uns nämlich schwitzt wird normal gleich entlasse.
Ich hab dann schnell moi Fraa geweckt,
„hol merr Papier für die Kerweredd’.
Rainer, du spinnst, hör ich sie dann sage,
die Kerwe in Flomerschumm ist erst in 8 Tage.
Ich hör uff moi Fraa weil die dess so will,

ich hab trotzdem gemeint es wäre de erste April.
Drum sag ich hier noch mal, damit ihr des endlich wisst,
wann in Flomerschumm die Kerwe ist.
Zuerst kummt Eppstää - am Sonntag Nr. 3,
ist die Kerwe dann dort vorbei,
kommt am Sonntag Nr. 4 meistens dann die Kerwe hier.
Doch manchmal ist das halt nicht richtig,
die Anzahl der Sonntage im August ist wischdisch.
Bei 4 Sonntage weiß man dann,
wir sind 8 Tage nach Epstää dran.
Bei 5 Sonntage, dess kann ich eich sage,
beträgt der Abstand 14 Tage.                                           
Also noch mal zum Mitdenke:
Am 3. Sonntag im August, herrscht immer in Eppstää Kerwelust,
noch im August, am letzte Sonntag dann, sind die Flomersheimer dran.
Wer es jetzt noch net kapiert hat, dem biete ich an,
„Kerwe-Termin-Training“ kostenlos beim Hannemann.
De RHEINPFALZ sag ich persönlich Bescheid,
damit ihr das alle wisst ihr Leit,dass sage ich hier, so wahr ich hier sitze,
die bringen mich moins um halb sechs net mehr zum schwitze.

20 Jahr lang Chef im Ort, 20 Jahre Dietmar Borth,
doch 2009 ich sags grad raus, macht de Dietmar dann die Hack eraus.
Er hat in diesen 20 Jahren, oftmals schwere Last getragen.
Selten gelobt und oft kritisiert, doch das hat ihn nur inspiriert.
Doch alle seine Aktivitäten hier zu nennen,
würde den Umfang der Kerweredd sprengen.
Aber vieles hier in unsrem Ort, trägt die Handschrift vom Dietmar Borth.
Wenn in de AG die Frage war, wie kommen wir an was dran,
ei ruf doch mol beim Dietmar an,
der weiß sicher die Lösung, der kennt Gott und die Welt,
der weiß wie was geht- auch ohne viel Geld.
Wenn der an was dran war, dass muss mer halt wisse,
hot der sich richtig festgebisse.
Gekämpft, genervt und rumgemacht,
bis das Werk dann war vollbracht.

Doch besonders politisch, auch aus de eigene Reihe,
konnte ihm mancher sein Engagement net verzeihe.
Versteht ihr dess? Ich net – und das macht mich verrückt,
awwer es haben manche neidisch nach Flomersheim geblickt.
Doch so isses halt in de Politik, dem eine stinkts – dem annere nit.
Doch manchmal auch, unn des sinn kä bosse,
ist er in seinem Eifer übers Ziel nausgeschosse
und bei so manchen Dingen, dess müßt ihr versteh’,
do hätt ich ihm könne glatt de Hals rumdreh.
Ooch hab ich dann gedenkt, loss en geh, de Borth,
Hauptsach’ was er macht iss gut für de Ort.

Eventuell hätte er müssen, dess iss allerdings net zum lache,
net viel tun für de Ort, also net viel mache.
Net motze, parteitreu und politisch loyal,
dann wäre er vielleicht jetzt Bürgermeister in Frankenthal.
Ich weiß ja, dass war etwas geschleimt,
aber es hat sich halt gut gereimt!

Doch es kam anders- zum Glück für uns all,
blieb Dietmar bei uns im heimischen Stall.
Danke Dietmar für die erfolgreiche Zeit,
Danke Dietmar von fascht alle Leit’.
Danke Dietmar von vielen Leuten im Land.
und viel Glück im Ortsvorsteher-Ruhestand.
Ein besonderer Dank- Dietmar - auch von unserer AG,
was wir zusammen gemacht ham, kann man hier überall seh’.
Und mit dem Dietmar trink ich- so gehört sich das hier,
üwwer die Kerwe noch e paar Bier.

Bei dieser Gelegenheit tu ich ihm dann erzähle,
dass Thema Kerweuffkleber tut mich noch quäle.
Von ihm immer bezahlt und kreiert, ei sinn die Dinger beliebt,
und jeder sieht zu, dass er davon eins kriegt.
Die Aufkleber gehörn zu unsrer Kerwe dazu,
darum lass ich dir damit auch keine Ruh.
Lass es von mir aus in deinem Ruhestand krache,
doch die Dinger für die Kerwe musst du weiterhin mache.
Paar Blumen hab ich auch noch, doch die sind nicht für Dich,
die sind für dei Fraa, die überreich später ich.
Das mach ich sehr gern, dass könnt ihr all’ ruhig wisse,
denn bei dieser Aktion darf ich die Jarmila mal küsse.

Ansonsten war wenig im vergangenen Johr,
die CDU machte bei der örtlichen Wahl alles klor,
vor einem Jahr hät man uff de Äcker draus bade gekönnt,
zur Abwechslung hawwen se dieses Jahr mol gebrennt
und unsere Grundschul, ich habs net geträumt,
hawwen beim Sportabzeichen schon wieder de Pokal abgeräumt.
Am Weihnachtsmarkt hatten mir letzt Johr kein Glück,
dass Wetter spielte total verrückt,
vom Sturm hat’s im Land die Bäum umgeboge,
und hier auf dem Platz sind uns die Zelte fortgefloge.
Doch das hat uns die Moral nicht genommen,
dieses Jahr wird der Weihnachtsmarkt wieder in Angriff genommen.

De Ball iss rund – auch beim Kerwefußballturnier,
es wurde gekickt an vier Abende hier.
Der Sieger erhält den Elwetritschen-Wanderpokal der AG
und wer des iss könnt ihr am Montagabend hier seh’.
Dann erfährt bei der Siegerehrung die ganze Welt,
wer wo wie wann in Flomerschumm de Ball hoch hält.

Die AG war erstmals uff Tour in Rhoihesse,
wer do debei war, wird des net vergesse.
Mit nem Bus voll Leit, mit viel Worscht und viel Woi,
warn wir mit Traktor und Hänger in de Wingert droi.
Die SPD macht die Tour auch noch, jetzt spreche ich leise,
die nennen das Ganze dann Bildungsreise.
Die Idee ist net schlecht, jetzt tu ich mol nexe,
so kann man Esse und Trinke an de Steuer absetze.

So, jetzt ist halt wieder mal Schluss,
weil ich vum Freibier mol trinke muss.
Ich freue mich mit euch, keine Frage, auf vier tolle Kerwetage.
Den Zwiwwelböck, die hier jeder kennt,
wünsche ich immer ein volles Zelt.
Macht’s gut, schöne Zeit, halt eich munter und gesund,
dann geht’s hier im nächsten Jahr auch wieder rund.
Und ich wünsche mir, dass ich euch dann all’ wieder hier seh’,
es grüßt euch de Kerweborsch von de AG.

Dankschääää!!

© Rainer Hannemann,

Flomersheim, 30. August 2008

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Cartoon von Rainer H. / Dez. 2018
Cartoon von Rainer H. / Dez. 2018

Kerwerede 2009 

Kerwerede 2009

Dunnerkeil und Sakrament, ich blicke in ein volles Zelt,
vom TuS Flomersheim hier aufgestellt,
für Euch und für den Rest der Welt.
Es sprach sich rum bis an den Rhein, Kerwe ist in Flomersheim.
Und alle, alle Jahre wieder, bricht es aus, das Kerwefieber. 
Vorm letzte Sunndag im August, wird man unruhig in der Brust.
Flimmernde Herzen und zittrige Hände,
vom Putzwahn werrn die Frauen erfasst, 
ob‘s Kleid vumm letzte Johr noch passt?
Zum Friseur muss man jo aach noch geh,
an Kerwe muss man gut ausseh‘,
die Kinner kriegen Kerwegeld und dann geht’s ab ins Kerwezelt.
Hier trifft man Freunde und Bekannte, alle lieben Anverwandte, 
de Unkel Schorch und Tante Grete,
trifft Ortsvorsteherinnen, Ortsbeiräte.
Trifft Vorsitzende vunn de Vereine,
trifft große Leute und aach kleine, man trifft Leut vunn der AG,
Presseleute kann man seh, trifft manche Leute aus de Stadt,
von OB Wieder mitgebracht.

Und Miß Strohhut kann man seh,
mein lieber Gott was ist die schee! 
Sie sitz vor mir hier am Tisch, gell Domenica,
dess war ein Punkt für mich.
Sie präsentiert in nächster Zeit,
die Stadt und Vororte bundesweit.
Liebe Miß Strohhut, ich sags grad raus,
was jetzt hier kommt ist Ihr Applaus.


Zum ersten mal von hier oben und so war ich hier stehe 
und ihr habt sie auch all schon gesehe, 
begrüße ich zu unserer Kerwefeier, die neue Ortsvorsteherin - 
Frau Heike Firsching-Haselmeier.
Und auch zum ersten mal in diesem Jahr, 
hatten wir beim Umzug kein jüngstes Ehepaar.
Drum haben wir kurzfristig umdisponiert 
und das jüngste Elternpaar kreiert. 
Katrin und Michael Gaida, seit kurzem zu dritt,
machten dafür bei unserem Umzug heut mit. 
Und mit Florian-Leander, dem Nachwuchs im Haus, 
begrüßen wir Euch drei mit viel Applaus.

Wahlfieber auch in unserm Ort,
Nachfolger gesucht für Dietmar Borth.
Er wollte nicht mehr an die Macht,
hat sein Lade zugemacht.
Nach 22 Jahren voller Drang, musste jetzt ein andrer ran.
Für den Kerweborsch war das ein riesiges Problem,
denn Borth auf Ort dass reimte sich so schön.
Doch Flomerschumm regiere, dass ist scheinbar keine Qual,
denn drei Kandidaten stellten sich zur Wahl:


Als erstes die schwarze Heike, die Haselmaus,
bei ihr wohnt die CDU-Führung gleich im Haus, 
als nächstes kam jetzt etwas später, de Herr Magin, de rote Peter.
Und als Dritter wollt ans Vorortruder, der grüne Doktor Gerhard Bruder.
Das alle drei beliebt sind, das wissen wir alle,
drum ist im erste Wahlgang auch keine Entscheidung gefalle.
Anfang Juni wurde dann nochmal gewählt 
und dieses mal auch richtig gezählt.
Gegen 18 Uhr 30 in die Grundschul draus,
holte Wahlchef und OB Theo Wieder sein Zettel raus.
Und jeder Wähler lauschte seiner Stimme,
wer wird endgültig die Wahl jetzt gewinne?
Und er sagt, Leute, gleich gibt’s bei Freibier ne Feier,
gewonne hat die Heike Firsching-Haselmeier.
Und Heike hat anschließend, fast an Tränen erstickt,
ihren Wählern für die Wahl de Dank ausgedrickt.
De OB hat geschmunzelt, ich weiß auch warum,
endlich iss im e Vorort en Schwarze dro kumm.

Es letzte Johr war ferr ihn net so schee,
alle Ortsvorsteher von Frankenthal waren in de SPD.
Ich muss de OB jetzt noch warnen, so von Mann zu Mann. 
Sind politisch mal die Frauen dran
und bekommen nicht was sie so wollen,
nicht mit Worten nicht mit schmollen,
dann lassen sie die Tränen rollen.
Doch die Heike machts net so, dass weiß ich Gewiss,
weil ihr persönlicher Coach die Maria Böhmer iss.
Und kommen trotzdem bei einem Gesuch e paar Träncher mal mit
und es ist gut ferr unsern Vorort, dann grein ich halt mit.

Noch eine Nachricht von diesem Jahr, 
Grundschulrektor Helmut Roth ist nicht mehr da. 
Er hat, wie sie fast alle wissen, in den Ruhestand treten müssen. 
Eins ist sicher und auch klar, dass er ein guter Rektor war.
Er hat in vielen, vielen Jahren,
unsere Grundschule zum Erfolg getragen.
Unsere Kinder können zählen
und sich beim Sportabzeichen quälen.
Landesweit sind wir bekannt, lieber Helmut vielen Dank.
Doch das er jetzt soi Ruh hot, bezweifel ich seit paar Woche, 
do hab ich nämlich mit seiner Fraa gesproche!
Das ist eine ganz liebe, dass ihr des auch wisst, 
sie sorgt schon dafür, das de Helmut nicht ohne Arbeit ist.
Und sein kommissarischer Nachfolger, dass find ich gut,
ist de Eppstääner Peter Fruth.
Beliebt, beleibt, bekannt und engagiert,
wird die Grundschul zur Zeit von ihm geführt.
Das der den Job kann ist gar keine Frage, 
er hot jo beim Helmut gelernt – all‘ die gemeinsamen Jahre. 
Und lieber Peter, ich sags grad heraus, wenn du so bleibst wie du bist ,
kommen wir gut mit dir aus.

Ein Flomerschummer, so hörte ich laut,
hot im Ort en Unfall gebaut.
Es war am Wahltag, so sagte mir ein Genosse, 
der gute Mann hot de Heike ihren Sieg mit dem Freibier begosse. 
Und hot sich dann mit letzter Kraft, in sein Auto reingeschafft.
Das konnte net gut gehen, dass hat man geseh‘,
denn die Polizei war ganz in de Näh‘.
Bei der Verhandlung sagt de Richter, „Mann, redd net drumerumm,
wie isses zu dem Unfall kumm. 
Dess war so, mein lieber Rat, hat darauf der Flomerschemer gesaat:
Ich fahr ab de Grundschul e linkskurv rumm,
unn bin dodebei uff de Bürgersteig kumm,
hab zwei Laternepfähl gerammt,
do hamm die Lichter schon gebrannt 
unn unner de erscht Lamp, dass weiß ich noch gewiss,
ein Wahlplakat vunn de Heike gewese iss.
Am zweite Laternenpfahl, dass sah ich dann später,
hing e Bild vumm Magin Peter.
De dritte Pfahl hab ich net ganz erwischt,
aber ich sah noch des Bruders Gesicht.
Dann bin ich hinnerum, wie net gescheit, uff die anner Stroßeseit.
Durch e Door , dess war veglaast, im Zickzack durch e Heck gerast 
dann en Schwimmingpool durchquert,
es Sprungbrett blieb aber unversehrt.
Dann bin ich quer durch so en Vorortvorgarte,
vorbei an Gurke und Tomate und in einem elegante Boge,
am Neukauf uff de Parkplatz gefloge.
Unn dann, mit riesegroßem Glick,
ging es mit Schwung in die Haardtstroß zurück.
Hab mich dort uff de Stell gedreht
unn wie des halt so manchmol geht,
e ältres Flomerschummer Ehepaar, vor- und rückwärts umgefahr.
Die Bahn, die hat dann Glück gehabt, am Übergang hots net gekracht.
Doch die Fahrt war noch nicht zu Ende,
am Bahnhof wollt ich das Auto wende,
doch das fuhr einfach zum Tennisclub weiter
und jetzt wurde es nochmal richtig heiter.
Uff de Tennisplätz hab ich mich vefahr,
unn es Auto uff de Terass‘ bei de Mila dann war.
Ich wollt uff die Brems, doch es war das Gas,
bin durch die Eingangstür ins Lokal dann gerast.
Und dort an de Thek, jedenfalls so korz devor,
hab ich dann die Gewalt iwwers Auto verlor.

Und so Herr Richter, ich mach net lang rum,
so war es in Flomerschumm zu dem Unfall kumm. 
Der Richter muss grinse und guckt etwas verstört, 
ei so ein Scheiß hot er noch nie gehört.
Ihr habts gemerkt, liebe Gäste, es war alles geloge,
wie die Pälzer sage, an de Hoor beigezoge.

Ansonsten ist nicht viel passiert,
was wichtig war hab ich kurz glossiert.
Drum mach ich wieder langsam Schluss,
weil mal jeder enden muss,
mit seinen Reden und Zitaten
und auch das Fass Freibier tut schon warten.
Das die Monika, unsere Chefin vom TuS,
gleich mit de Heike und Miß Strohhut anstecken muss.
Frauenpower am Freibierfass - die erste Reihe wern halt nass.
Und noch etwas, dass muss man wisse,
bei uns gibt‘s keine Kompromisse.
Frau Böhmer berichtet bitte nach Berlin direkt aus diesem Zelt,
in Flomerschumm die Frauenquote erfüllt – zu 100 Prozent.

Und nach dem Motto „Froh und Heiter“,
geht anschließend hier die Kerwe weiter.
Denn mit Lachen und Humor,
kommt einem die Welt gleich anders vor.
Lasst die Sorgen all zu Haus, lasst doch hier die Wutz heraus.

Drum feiert fröhlich die vier Kerwetage,
ich bin dabei, gar keine Frage.
Lasst uns feiern, tanzen, singen,
lasst uns die Stunden mit Frohsinn verbringen.

Lasst uns vier Tage fröhlich sein, hier bei uns in Flomersheim.
Ich will Euch nächstes Jahr hier all gesund wiederseh,
das wünscht sich de Kerweborsch von de AG.

Dankschää!!!

© Rainer Hannemann, Flomersheim, 29.08.2009

 

Kerweborsch in Action / Foto: H.J. Kellner
Kerweborsch in Action / Foto: H.J. Kellner

Kerwerede 2010                                      

Grüß Gott, hallo und ach wie schee,                                                  

dass ich eich heit all widder seh,                                                                     

im Flomerschummer Kerwezelt, vom Tennisclub hier aufgestellt.                          

Es ist fast wie in jedem Jahr, volles Zelt und alles da.

Jeder weiß, ob groß ob klein, Kerwe ist in Flomersheim.                                

Und jeder, der was auf sich hält, sitzt heute hier im Kerwezelt.                          

So kann ich hier aus dieser Höh‘, unsere Miß Strohhut seh‘,                          

mein Gott wär hätte das gedacht, was ist Nina Rein für eine Pracht.


Ich sehe von hier oben heute, große und auch kleine Leute,                        

seh Mitarbeiter der AGF, seh‘ von unsrer Stadt de Chef,                                      

ich seh die Ortsvorsteherin Heike Firsching-Haselmeier,                                      

ich seh Frau Müller und Herr Meier,                                                                  

seh Männer vunn de Feierwehr, seh Jäger ohne Schießgewehr.                                                                          

Ich seh Arme, Reiche, Grumbeerbauern,                                                     

seh Kampftrinker die aufs Freibier lauern.                                                                                                

Ich seh Angler an den Tischen, die öfters mal im trüben Fischen,                     

ich seh gesunde und aach Kranke, die neue Kraft im Zelt hier tanke.            

Und wenn’s hinne juckt unn vorne beißt,                                                  

nimmt man Klosterfrau Melissengeist,                                                           

doch helfen dir nicht diese Troppe,                                                               

hilft nur noch en gute Kerweschoppe.

Und endlich wieder in diesem Jahr, haben wir ein jüngstes Ehepaar.

Wir grüßen daher besonders in diesem Bau,                                                    

Herr Lukas Hudel und Irina, seine liebe Frau.

Wir freuen uns rießig unn dass iss ganz klar                                                  

unn höret mir zu, was ich eich zwo jetzt saa.                                                           

Für euch hab ich mein Verstand gelichtet                                                          

und folgendes wie in alten Zeiten gedichtet:

Zum Hochzeitstage allerwegen, erfleh‘ ich für euch Gottes Segen!                   

Er glätte eure Lebensbahn und bringt euch Schritt für Schritt voran.            

Zum Ziel – zum Glück der Zweisamkeit, in Eintracht und in Einigkeit.                    

Ich kann nichts besseres Euch sagen, als das in allen Lebenslagen,

Beständigkeit euch sei beschieden, in Innigkeit und Seelenfrieden.    

Was vor euch liegt soll wohlgelingen,                                                                  

soll Glück euch und Erfüllung bringen, auf das ihr-                                         

die ihr euch vermählt- empfindet – ihr habt gut gewählt.

Ich bitte Sie jetzt alle hier - aufzustehen und mit mir,                                    

die Gläser in die Hand zu nehmen,                                                               

zum Flomersheimer Hochzeits- Kerwesegen…!


„Das unser jüngstes Hochzeitspaar, glücklich lebe Jahr um Jahr,

dass es zueinanderstrebe, dass in Harmonie es lebe,

dass es ohne Not und Sorgen, froh erwache jeden morgen.                          

Dass es Tag für Tag sich freue, auf das Gute und das Neue!                                  

Dass des Lebens Wandel bringt,                                                                        

dass ihm Hold das Schicksal winkt.                                                           

Darauf heben wir alle das Glas zum Toast:

Das junge Paar, es lebe! Prost!“

Danke liewe Kerwegäste, ihr könnt euch alle wieder setze.


Die AGF, ach wie klor, besteht dieses Jahr seit dreißig Johr .                 

Und -so hammer uns gedacht,                                                                   

es wird auf dem Kerweplatz ein Familienfescht gemacht.                     

An einem Sonntag Ende Mai,                                                                               

so war es im historischen Wetterbericht zu lese,                                                

wär fast immer schön Wetter gewese.                                                           

Vier Monat lang ham mir geplant, alles bestellt und alles bezahlt.

Alle waren engagiert, damit die AGF sich net blamiert –                                  

und dann, ich kann es jetzt noch net fasse,                                                  

hots de Petrus regne lasse.                                                                                    

Wir hawwen dann, dess werrd ihr all‘ wisse,                                                    

die ganze Feier leider absage müsse.                                                       

Dafür entschuldige ich mich und sag jetzt ganz leise –                                          

de gute Wille war do- nur es Wetter war … schlecht.


Zum vierten Mal in Folge, es iss kaum zum fasse,                                           

hot‘s unser Grundschul‘ wieder krache lasse.                                                  

Nach dem Motto „Runter vumm Sofa und ran an den Sport“,                  

setzte man beim Sportabzeichen die Erfolgsserie fort.                                   

In der Gruppe der Schulen von 150-300 Kinner ,                                            

war unser Grundschul‘ der große Gewinner.                                                 

Das verdanken wir, weil Training im Sommer und Winter,                        

dem Lehrer Peter Benzmüller und dem Pensions-Lehrer Günter.

Und eins versprech‘ ich, so wahr ich hier steh,                                               

wenn ihr nächstes Jahr wieder gewinnt,                                                    

gibt’s 200.- Euro von de AG.                                                                                

Unn jetzt gibt es, ich sags grad heraus,

für die Sportabzeichen-Gewinner von euch ein Applaus.


So enn Kerweumzug macht Arbeit, dess kann ich eich saa,                      

denn dieses Jahr war der Chef-Organisator nicht da.                              

Unser Rolf Müller, die gute Seele der AG, liegt in der Klinik,                      

dess dut uns all weh.                                                                                         

Doch eens muss man im lasse, ihr Leit,                                                       

er hatte schon alles vorbereit.

Selbst aus de Intensivstation ließ er mich wisse,                                        

dass wir sei Planungen umsetze müsse.                                                          

So hawwen wirs dann aach gemacht und ich denk mol,                                 

es hot aach alles geklappt.


Danke Rolf, so ruf ich von hier,                                                                          

wir alle wünschen gute Besserung dir. Wir hoffen alle,                                      

dass deine Genesung jetzt fortschreitend ist                                             

und du bald widder in unserer Mitte bist.                                                    

Und wenn du jetzt von den Gästen hörst den Applaus,

verlässt du sicher auch bald das Krankenhaus.


Oft liest merr in de Zeitung, eventuell aach zu Recht,                                                  

die medizinisch Versorgung uff emm Land                                                    

wär in Deitschland sehr schlecht.                                                                    

Doch in Flomerschumm hawwen mir dahingehend gut lache,                            

hier tun gleich zwo Hausärzt ihren Dienst an de Vorortler mache.                        

Die zwää Dokter stehn im Stress, des muss merr halt wisse,                             

weil se jedes Ferzje behandele müsse.                                                     

Von mir werden hier jetzt zwei Geschichten berichtet,                                     

doch es iss alles net wohr, es iss alles gedichtet:

In Flomerschumm beim alte Lenz, der iss fast siebzig alt,                              

haperts leicht mit de Potenz- doch sowas lässt ihn kalt.

Im Gegensatz zu seiner Fraa, die macht sich do was draus, -                                  

sie geht prompt am nächschte Daa, zum Lange Michel naus.

De Doktor macht net viel Gedääns, er hot bloß ebbes g’saat,                                

moi liebe Fraa do gibt’s bloß ääns, Honig, Honig jeden Daa.

So machtses dann, die dabbisch Fraa, macht Honig in soin Tee,                      

in die Plunz unn uff de Käs, in’s Kraut unn ins Püree.

Noch ääner Woch‘ – es war nix bassiert, do geht’s se widder hie,                  

sie hot de Doktor konsultiert und määnt, dess klappt wohl nie!

Fascht genau wie’s vorher war, Fehlanzeig im Bett,                                  

kräftisch brumme dut er zwar, doch steche dut er net!


Unn Richtung Frangedahl do draus, hot de Dr. Weiß sei Haus.                        

Bei dem war eine Tags enn Flomerschummer Mann

und klagte ihm sein Leid sodann:

Herr Dogder, ich hab dehäm e beesi Fraa,                                                  

die dut mich ab und zu verschlaa,                                                          

unn zwää Zentner wiegt des alt Gesteck – unn es iss e ekelhafti Zeck.

Guck derr moi blaue Flecke mal an, so behandelt merr doch kein Ehemann.

Gewwen se mer mol enn gute Tipp, so von Mann zu Mann,

wie ich mich besser durchsetze kann.

Ei saagt de Werner, mein liewer Mann,                                                         

du moscht aach mol kreische unn ihr die Zäh mol richtig zeische.

Mit diesem Tipp und ziemlich froh, iss der Patient dann abgezoh.

Vierzehn Tag später, so Moins um halb acht,

hot die Polizei den Mann widder in soi Praxis gebracht.

Ramponiert im Gesicht und seelisch ganz unne,

hot enn die Polizei weinend vor de Hausdeer gefunne.

De Doktor schaut dem Mann in’s Gesicht, ei Karl wer hot dich dann so zugericht?

Mein liewer Doktor, dess kann ich derr saa, dess war dehäm moi liewi Fraa.

Ich habb- wie empfohle- ihr die Zäh gezeigt- ich war so frei -

jetzt guck merr in die Gosch – jetzt fehle merr drei!


Unn wieder iss es mal soweit, genug gebabbelt hier unn heit.                       

Eure Gesichter sprechen Bände,                                                              

wann iss der mit seiner Rede bloß am Ende.                                                  

Drum komm ich langsam jetzt zum Schluss,                                                     

weil ich mal wieder enden muss, mit meinen Reden und Zitaten

und auch das Freibier tut schon warten.

Danke sag ich allen die hierher gekommen,                                                      

an die, die am Umzug teilgenommen,                                                         

danke an unser jüngstes Ehepaar,                                                                  

also an Lukas unn die Irina, sei Fraa.

Danke Miß Strohhut für ihre Zeit                                                                    

und danke Herr Wieder, dass se kumme sinn heit.

Danke an Tennisclub, den Gastgeber hier,                                                   

danke an die Küche und die Männer am Bier.

Tschüss, haltet Euch munter, seid immer gut drauf,                                       

im nächsten Jahr steh‘n wir hier wieder auf.                                                 

Und ist das Leben manchmal trübe, immer hoch die Gellerübe.                

Die vier Kerwe-Tage gehen schnell vorbei,                                                     

ich hoffe, ihr seit oft dabei.                                                                          

Und ich würde mich freue,                                                                        

wenn ich euch nächstes hier Johr all‘ widder seh,                                                  

das wünscht sich de Kerweborsch vun de AG.

Dankschää!!

 

© Rainer Hannenann

Flomersheim, 28. August 2010

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Kerwerede 2011

Ich grüß euch all im Kerwezelt,                                                                
vunn de Zwiwwelböck hier aufgestellt,                                                      
für unsre Flomersheimer Bürger, sogar vunn Eppstää kamen rüber,
auch vunn Lamsem, Studrem, Beindersheim,                                              
sind Kerwegäst in Flomersheim, ich blicke in ein volles Zelt                  
und grüße auch den Rest der Welt.
Besonders begrüß ich den städtischen Lenker,                                                
den Kerweumzug-Äpfelschenker,                                                                    
ihr wisst alle wen ich mein,                                                                  
willkommen Herr Oberbürgermeister Wieder in Flomersheim.
Als nächstes würde ich begrüße, darauf wäre ich ganz wild,                                                        
Miss Strohhut, Laura Engert, das städtische Aushängeschild.                                                
Beim Kerwe-Umzug da durfte ich im Cabrio neben ihr sitze,                                            
bei so viel Liebreiz kam ich in’s Schwitzen,                                                                      
aber so iss es im Leben halt, ich bin 30 Jahr zu alt.                                                      
An dieser Stelle muss ich saa, sie ist jetzt im Zelt nicht da.                      
Die Begründung ist ganz kurz und knapp,                                                
weil sie heut Geburtstag hat.                                                                  
Darum hab ich ihr, so ist das eben,                                                            
für den Rest des Tages frei gegeben.

Und dann grüß ich auch noch- wie fast jedes Jahr-,                                  
unser jüngstes Ehepaar.                                                                        
Unter diesem Titel vermutet man junge Leit -                                                
so ist das auch meistens - awwer net heit.                                                
De Ehemann nämlich, von de Elfie, seiner lieben Frau,                        
ist der Vorstand Peter Kuhn vom MGV.                                                
Beide haben die Lebensmitte,                                                                    
mit Sicherheit schunn leicht überschritte, unn hawwen trotzdem,
wie gesagt, den Schritt zum Standesamt gewagt.                              
Respekt vor soviel Lebensmut, wie ihr ihn uns hier zeigen tut.              
Viel, viel Glück und Gottes Segen,                                                          
für euch beide im weiteren Leben,                                                                  
und danke das ihr heut gekommen                                                            
und habt am Kerweumzug teilgenommen.                      

Der Kerweborsch, der soll jo saa,                                                                        
was zwische zwo Kerwe so alles war.                                                    
Drum schaute ich schaute hinter die Kulisse                                              
und erzähl euch jetzt moi Wisse.                                                          
Manches ernst, manchmal Humor, kommt in dieser Rede vor,            
nach meinem Motto eh und je, allen wohl und keinem weh.

Zum vierten Mal in Folge, es iss kaum zum fasse,                                            
hot‘s unser Grundschul‘ wieder krache lasse.                                                 
Nach dem Motto „Runter vumm Sofa und ran an den Sport“,                  
setzte man beim Sportabzeichen die Erfolgsserie fort.                                   
 In der Gruppe der Schulen von 150-300 Kinner ,                                             
war unser Grundschul‘ der große Gewinner.                                                  
Das verdanken wir, weil Training im Sommer und Winter,                        
dem Lehrer Peter Benzmüller und dem Pensions-Lehrer Günter.
Und eins versprech‘ ich, so wahr ich hier steh,                                               
wenn ihr nächstes Jahr wieder gewinnt,                                                      
gibt’s 200.- Euro von de AG.

So waren meine Worte im letzten Jahr                                                                  
unn dies Johr haben sie wieder zugeschlaa,                                    
schunn widder gewunne, ei was sinn mir stolz,                                      
unser Grundschüler und Betreuer sinn aus einem besondere Holz.
Unn was mer verspricht, des muss merr aach halte,                                     
das war früher son Spruch, meischt vunn de Alte.                                
Doch der gilt auch ferr mich, drum hab ich hier drin,                                        
200.- Euro, die ich ferr die Grundschul mitbring.
Und ich bitte jetzt den Rektor Fruth,                                                        
dass er den Umschlag bei mir hole dut.                                                
Sitzt du zu beengt oder fällt dir das aufstehn schwer,                          
dann schick halt jemand anders her.
Unn jetzt gibt es, ich sags grad heraus,                                                        
für die Sportabzeichen-Gewinner von euch ein Applaus.

Schunn seit ewig lange Zeite, sagt man,                                    
Flomerschummer und Eppstääner können sich net leide.                                  
Das soll bundesweit bekannt sein, sogar bis nach Mainz                              
und davon erfuhr auch RPR 1.                                                                        
Die waren ganz wild darauf versessen,                                                              
beiden Vororte müssen sich sportlich mal messen.                                                                                                      
Und das an drei Tagen, mal hier und mal dort,                                                    
es gab jeder das Beste für seinen Ort.                                                          
Freitags zum Beispiel, dass müsst ihr wisse,                                                                
hott mer Gedichte aufschreibe müsse.                                                                                              
Auf DIN A4- Blätter musste man reimen                                                            
und die Seiten dann zur Rolle aneinander leimen.                                                                   
Für den Tagessieg hat man auf die Meter geschaut                                      
und manch einer nicht seinen Augen getraut.                              
Hunderte von Metern wurden hier ausgerollt                                          
und vom Publikum für diese Leistung beiden Vororten Respekt gezollt.                                                

Am nächsten Tag, ganz froh und heiter,                                                
ging es dann in Eppstää weiter.                                                       
Sportlich fit musste man hier sein,                                                          
sonst fiel man schnell ins Wasser rein.                                                
Auch heut war Eppstää leicht gekränkt,                                                           
wege 18 Sekunde de Sieg verschenkt.                                                    
Normal hätten die do wohl knapp gewunne,                                            
doch ääner vunn dene war dreimal ins Wasser gesprunge.
Beim Dauerradfahren hat Eppstein gesiegt                                            
und dafür auch sonntags das Heimrecht gekriegt.
Die Aufgabe war simpel, so hab ich vernomme,                                          
es mussten von jedem Ort soviel Leit wie möglich und
verkleidet zum Neuköllner Platz in Eppstää komme.                                

Und an diesem Tag lief es für Eppstein wie geschmiert,                            
die hatten über 600 Leut aktiviert und                                                          
dafür 2 Punkte auf einmal kassiert.                                                                                                    
Doch auch von Flomerschum, dass sag ich euch do unne,                 
sinn iwwer 500 Leit an dem Tag no Eppstää kumme.                          
Üwwer 1100 Menschen, war das eine Pracht,                                         
das gibts nur wenn man in de Vororte zusamme was macht.                      
Jetzt stand es Remis und man wusste dann,                                          
zur Entscheidung müssen die Ortsvorsteher ran.                                      
Da war Geschicklichkeit gefragt für Beide,                                  
geschickter war da unsre Heike.                                                              
Und so haben die Flomerschummer, sie habens alle vernomme,                                            
das Ortsduell ganz knapp gewonne.

Beim Halbfinale in Bad Kreuznach dann,                                               
sinn mir wegen einer Sekunde nur zweiter worn.                                      
Die Gegner dort, ich sags ganz vermesse,                                                             
waren Landsleut von mir, aus Weinolsheim in Rhoihesse.                
Dene hot des aach so viel Spaß gebracht                                              
und drum haben sich heute einige zu uns auf de Weg gemacht.        
So ist das richtig, so muss es auch sein,                                          
willkommen ihr Weinolsheimer zur Kerwe in Flomersheim.                                
Von RPR 1 haben wir 2000.- Euro kassiert,                                                  
Dank unserer Ortsvorsteherin lief alles wie geschmiert.                        
Das Geld wird verwendet für einen guten Zweck,                                  
vielen Dank an Dich liebe Heike für Dein Engagement                
und für diese Leistung unsern Respekt.

Zum Streichen hatten wir uns dieses Jahr vorgenumme,                            
die Pergola und das Wappentor draußen am Zwiwwelbrunne.              
Und diese Aktion, so hat man uns gesagt,                                                    
macht de Rentner-Stammtisch vom TuS, der Donnerstags tagt.           
Zu dem Thema kann ich jetzt aach was saa,                                          
wenn die was versprechen, dann machens die aach.                        
Nochmals Danke an die Stammtischler vom TuS,                              
doch mit dene ihrem streiche war noch net Schluss.                          
Wir verlassen jetzt diesen Arbeitsplatz,                                            
verlagern ihn zum Falterplatz und streichen wie ein Pinselwurm,
dort aach noch de Gloggeturm.
Doch dabei haben die festgestellt,                                                        
dass der ja nicht mehr richtig hält.                                                  
Holzwurm und Nässe überall, ein dringender Sanierungsfall.                 
Doch das geht finanziell ans Eingemachte,                                              
dass wird teurer als man dachte.

Auch in der Sitzung vom Ortsbeirat, hat man darüber was gesagt.
Man muss für diese teure Sache, ein Bürgerprojekt draus mache.
Wie ich gehört hab waren über die Aussage manche pikiert,                                        
denn aus diesem Gremium heraus sei noch nie viel passiert.              
Hier langts halt net Richtung Stadt e paar Vorschläg zu mache,              
do braucht man Eigeninitiative und muss die Ärmel hochmache.                               
Und wie ich es heute von hier oben aus seh’,                                              
gibt das wieder mal ein Projekt für die AG.                                                  
Und da bloße Worte hier nicht viel nütze,                                                      
bitte ich alle Bürger die AGF dabei zu unterstütze.                                    
Und wenn sich die Stadt finanziell beteiligt-                                                                                   
und das sag ich schon heute,                                                              
hört man die Glocke am Falter auch bald wieder läute.                        

So Freunde, jetzt mach ich langsam Schluss,                                                       
weil wieder ich mal enden muss.                                                        
Ich wünsch ne schöne Kerwezeit, Jubel, Trubel, Heiterkeit,                                            
feiert kräftig und macht mit, wer lang feiert, bleibt lang fit.                                          
Und verliert nicht den Humor,                                                                  
dann wird’s aach nächst Jahr widder chlor,                                            
in Flomerschumm im Kerwezelt,                                                              
das gilt für Euch und den Rest der Welt.                                                
Ich mach mich jetzt vom Acker, den nach mir ist dann
der Vorstand vom Festwirt Zwiwwelböck dran.
Dann kommt auch das wichtigste für einige hier,
nach seiner Begrüßung gibt’s kostenlos Bier.
Und auch diese Kerwerede, die hat nix gekoscht,
Macht’s gut, auf Wiedersehn im nächsten Jahr – Prost!

© Rainer Hannemann

Flomersheim, Kerwesamstag 27.08.2011

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Prämierung Kerweumzugs-Beitrag; Foto: Katrin Hannemann
Prämierung Kerweumzugs-Beitrag; Foto: Katrin Hannemann

Kerwerede 2012

Grüß Gott, guten Tag, bonjour und a nice Day,                                                          
was bin ich froh, dass ich eich seh,                                                                                  
jeder der was auf sich hält, sitzt heut beim TuS im Kerwezelt,                              
das iss gut so uns so soll es auch sein,                                                                                          
Kerwe feiert Alt und Jung in Flomersheim.
Besonders begrüß ich den städtischen Lenker,                                                              
den Kerweumzug-Woiausschenker,                                                                                      
ihr wisst alle wen ich mein,                                                                                  
willkommen Herr OB Wieder in Flomersheim.
Als nächstes begrüß ich, darauf bin ich ganz wild,                                                      
Constanze Fuhrmanski, das städtische Aushängeschild.                                                
Und ich sage es hier laut, damit ihrs all wisst,                                                                              
das die Miß Strohhut in diesem Jahr eine Eppstäänern ist.
Beim Kerwe-Umzug da durfte ich im Cabrio neben ihr sitzen,                                      
bei so viel Liebreiz kam ich in’s Schwitzen,                                                                          
aber so iss es im Leben halt, ich bin 30 Jahr zu alt.
Wir Flomerschummer leben allezeit, schunn immer uff de Sunneseit.          
Wir sind, Miß Strohhut, do kommen sie leicht dehinner,                                        
em liebe Gott sei Lieblingskinner.                                                                                        
Deshalb, sie können mir es wirklich glaabe,                                               
 Flomerschunmmer sein ist eine Gottesgabe.                                                          
Damit sie das Gefühl kriegen, von was ich hier rede,                                                    
also – wie lässt es sich in Flomersheim lebe,                                                            
werden sie jetzt kurzer Hand, dank meiner Macht,                                                            
für 4 Tage zum Ehrenbürger von Flomerschumm gemacht.

Die Flomersheimer haben ja auch in de „Rheinpfalz“ eine Anzeige kreiert        
und Constanze 2 Tage nach ihrer Wahl damit gratuliert.                              
Damit können mir protze, dass iss ganz gewiss,                                                            
weil ab sofort die Miß Strohhut aus Flomerschem iss.
Doch eins, liebe Constanze, dess muss ich hier saa,                                                        
ein Eppstääner Ehrenbürger in Flomerschumm, des war noch nie da!

Und noch eins, so einige do unne die werden es versteh,                                        
so mancher Alte wird sich im Grab jetzt rumdreh.                                                     
Doch ich glaub, manch Wünsche existieren hiwwe und driwwe,                            
mir könnten ruhig etwas näher zusammerücke.
Drum grüße ich hier besonders, außer dem Rest der Welt,                                   
alle Eppstääner Gäste in unserm Kerwezelt.

Und damit sie sich erinnert, an die Kerwe hier driwwe,                                                      
hab ich Miß Strohhut diese Urkunde geschriwwe.                                               
Und diese in einen gläsernen Rahmen gezwängt,                                                  
damit die bei ihr zu Hause auch hängt.                                                                      
Und jetzt, Constanze, sie müssen net hetze,                                                            
dürfen sie sich wieder setze.
Und was jetzt kommt, ich sags gerade heraus,                                                            
ist ganz alleine ihr Applaus.
Und ich hör jetzt schon wie de Eppstääner Ortsvorsteher                                              
Uwe Klodt zu unserer Heike spricht,                                                                              
Miß Strohut aus Flomerschem, ei ihr seit net ganz dicht.

Wir Deutschen sterben langsam aus, so hört man es tagein – tagaus,                
wer soll mal - und das ist hier die Frage,                                                                        
euer Rente unn moi Pension bezahle.
Denn Kinder will heut’ keiner mehr – zuviel Arbeit – Erziehung zu schwer          
und auf was man dann verzichten muss, bereitet vielen heut’ Verdruss;              
Im Bett wird zwar noch scharf geschossen, jedoch das Ziel nicht mehr getroffen,
weil die Chemie ja meistens dann, ein Volltreffer verhindern kann.
Selbst in Berlin ist schon bekannt, keine Kinder mehr im Land,                    
doch in Berlin, ich mein’s symbolisch,                                                                       
spricht jedes fünfte Kind schon anatolisch.                                                                              
Und dort macht man sich Gedanken dann,                                                                  
wie man die Deutschen ändern kann.
Uns oftmals die Politiker, dess misst ihr wisse,                                                                  
denen niemals eigene Kinder in die Windeln… gemacht!

Dass dess nix wird - aber wie es geht - hier in Flomersheim ihr seht.                                      
Hier kommen die Kinder dann und wann, sogar im Doppelpack gleich an.          
In der Zeitung stand’s auf Seite 4, viel Zwillingspärchen gibt es hier.                     
 Für die Statistiker unter Euch, ich hab’s recherchiert,                                                        
wir werden als fruchtbarstes Dorf Rheinland-Pfalzweit geführt.
Woran der Kindersegen wohl liegt, hab ich mich gefragt,                                                    
ei an de Zwiwwele hot mir so en Alte gesagt,                                                              
auch Eier tun der Mami gut, wenn sie Papa Essen tut!                                                
Hast du also Liebe im Herzen, Eier und Zwiebeln im Bauch,                                  
dann wirst du ganz sexy unn mit de Kinner klappt’s auch.
Die Erklärung schien mir zu einfach, ließ mir keine Ruh’,                                              
ich fragte die Heike, was sagscht du denn dazu.                                                          
Liebe Frau Ortsvorsteherin, was steckt denn dahinter,                                              
denn die muss es wisse, die hot selbstcht drei Kinder.

Lieber Rainer, so sagt sie ganz verstohle,                                                                        
hier geht um was anneres, des möchte ich betone,                                                      
hier geht’s nicht um Liebe, hier geht’s um die Kohle.
Wird hier nämlich hier ein Kind gebore, geht es statistisch net verlore,                          
es wird als Einwohner gezählt, und Heikes Gehalt sich dann erhöht.                          
Weil dieses sich nach der Einwohnerzahl richtet –                                                   
unn das is wohr und nicht gedichtet.
Und kommen dann Zwillinge, so kann ich Euch sagen,                                                    
hat sie sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.                              
Also immer dann, wenn hier im Ort mit Babys was geht,                                      
sich Heikes Kontostand erhöht.
Wenn in einer Familie dann, ein sechstes Kind kommt dann und wann        
und ist es ein Junge, dann hat er Glück auf Erden                                                         
denn Heike wird seine Tante werden.
Wird es ein Mädchen, dann kauft mal Schminke und Puder,
der stellvertretende Ortsvorsteher, de Grüne Gerhard Bruder.
Und beim siebten Kind, dess misst ihr wisse, gibt es keine Kompromisse,      
so einem Glückskind macht man dann klar,                                                                      
du darfst zum Oberbürgermeister Onkel Theo saa.

Drum rufe ich den jungen Paaren hier zu ,                                                                               
gebt heute Nacht zu Haus keine Ruh; direkter will ich jetzt net werrn,                              
sie kennen schon des Pudels Kern.

Und hier sag ich Euch damit ihr’s wisst,                                                                         
dass die Machart an den Kindern das schönste ist.                                            
Wenn Mann es noch nicht kapiert hat, dem sag ich jetzt wie’s geht;                    
also – wenn durch heimische Gefilde der Liebeswind weht ,                                      
nix an außerm Licht aber an de Fieß noch die Socke,                                                                      
des gibt sechs Pfund schwere Kinder mit ganz lange Locke.                                      
Also, mehr sag ich jetzt net wer es net kapiert kommt zu mir,                                          
ich geb’ privat gute Tipps beim e scheene Glas Bier….!

Die Kerwe- Aktions-Kinner kommen im Wonnemonat Mai dann zur Welt,
vom Staat gibts reichlich Kinner- und Erziehungsgeld,                                                  
so saniert man auch die Haushaltskass’, man kommt in e annerie Steuerklass’
und das Personal von Schule und Kinnergarte, hat Arbeit noch für viele Jahre.
Und wir sind halt ein Vorort von einer Stadt,                                                                  
die für Familien mit Kinder wirklich alles hat.                                                                  
Also kommt über die Kerwe zu Haus schon zur Sache,                                                  
das ist wichtig für Deutschland, dass iss net zum Lache.                                                 
 Und dass Lachen der Kinder, dass ist euer Lohn,                                                      
unn die Rente iss gesichert und aach moi Pension.

Ei ich hab jo im Zelt die Maria erblickt, Frau Professor Böhmer,                                
ei sie hot jo de Himmel geschickt.                                                                                    
Was sie eben gehört haben, wird man in Berlin nicht fassen,                                        
mit diesen Ideen können sie die Wutz dort rauslassen,                                                      
in der Pfalz, so können sie sagen, hat man es erkannt,                                              
dort löst man das Rentenproblem mit leichter Hand.
Es ist ja ganz einfach und gar nicht verkehrt,                                                                    
es kommt halt immer drauf an, wie man es dem Volk auch erklärt!   
Und wenn man sie fragt, woher sie das han,                                                          
dann sagen sie Flomerschumm - Kerwezelt - Hannemann!

Unser Glockenturm am Falterplatz, sie wissen es all,                                                  
war ein dringender Sanierungsfall.                                                                                
Letztes Jahr beim Streichen hatte man festgestellt,                                                     
dass der Turm ja nicht mehr hält.                                                                            
Dieser wurde sofort, dass hat die Heike mit de Stadt geritzt,                  
professionell begutachtet und dann abgestützt.                                                                  
Würde ich jetzt all die Diskussionen zur Sanierung nenne,                                          
würde das den Umfang diesert Kerweredd sprenge.                                           
Mittlerweile, sie hawwens all geseh’, dut der Turm dort wieder steh’.             
Auch die AGF hat sich schwer engagiert,                                                                    
damit Flomerschumm sich net blamiert.                                                                        
Und das wir beliebt sind in der Welt, dass zeigt sich am Sanierungsgeld.              
Die ganze Sache war nur halb so deier,                                                                   
drum hawwen wir noch Geld für e Glockenturmrenovierungsabschlusseinweihungsfeier.                                                  
Die mache mir dann demnächst irgendwann, die Heike ist an der Sache dran.
Dann werden alle Bürger erfahren, die in den Vororte und in de Stadt,                    
wer sich wie an der Renovierung beteiligt hat.

Ich weiß ja, Herr Wieder, die Stadt wird oft –
auch zu Unrecht- geschennt,                                          
doch in diesem Fall hat keiner gepennt.                                                              
Nehmen sie vorab einen Gruß mit ins Rathaus hinein                                                          
und sagen sie den an der Renovierung beteiligten Mitarbeitern                            
ein herzliches Dankeschön aus Flomersheim.

Die CDU in der Kritik, stand in der RHEINPFALZ heut ganz dick.                                      
Der Grüne Doktor Gerhard Bruder, so musst ich lese,                                                    
wäre außer Rand und Band gewese.                                                                                              
Er dät sich die spärliche Haare raufe und er wäre sozusage amok gelaufe.                         
Schuld daran, so les ich , drum gibt er keine Ruh,                                                                    
war der Tobias, der Busch der CDU.                                                                              
Thema des Streits ist ein Kunstrasenplatz,                                                                    
wegen dieser Sache gab‘s schon öfter Rabatz.                                                              
Weil ein heutiger Fußballer dann und wann,                                                    
anscheinend nur noch auf Kunstrasen spielen kann.                                                  
Aber auch auf einem Kunstrasenplatz, so ist das eben,                                                            
muss man als Fußballer sich auch noch bewegen.                                                             
Weil jedermann weiß, dazu gehört nicht viel,                                                            
Fußball ist immer noch ein Bewegungsspiel.

Alle anderen Parteien geben auch keine Ruh                                                                          
und jeder gibt in de Zeitung sein Senf noch dazu.                                                                                    
Was ich da teilweise geles hab, des beh ahlt ich ferr mich,                                                
denn so ein Schwachsinn erzähl ich hier nicht.                                                                            

So, jetzt mach ich wieder Schluss,                                                                                       
weil ich jetzt mol was trinken muss.
Euch allen wünsch ich, dass ist keine Frage,                                                                      
viel Spaß auf den Flomerschummer Kerwetage,                                                          
dem TuS wünsch ich ein volles Haus, hoffentlich bleibt der Regen aus.
Soll auch das Werk den Meister loben,                                                                      
doch Regen und Segen kommt halt von oben.

Ich mach mich jetzt vom Acker, den nach mir ist dann,                                          
die Monika –die Vorsitzende vom TuS Flomersheim dran.                                                  
Dann kommt auch das wichtigste für einige hier,                                                    
nach ihrer Begrüßung gibt’s kostenlos Bier.                                                                      
Auch diese Kerwerede, die hat nix gekoscht,´                                                      
Macht’s gut, auf Wiedersehn im nächsten Jahr – Prost!

 

© Rainer Hannemann
Flomersheim, 25.08.2012

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Offizielle Eröffnung der Kerwe / Foto: H.J. Kellner
Offizielle Eröffnung der Kerwe / Foto: H.J. Kellner

Kerwerede 2013                                                                                  

Wieder mal ist es soweit, wieder mal ist Kerwezeit,
wieder mal, ich seh’s mit Wonne, wieder mal seit ihr gekomme,
wieder mal ein volles Zelt, vom Tennisclub hier aufgestellt,
wieder mal Gäste aus fern und nah, zur Flomersheimer Kerwe da.
Ich grüß‘ hier alle Flomersheimer,
die Eppstääner Nachbarn und Studernheimer.
Ich grüß Abgesandte von de Stadt,
sofern man samstags welche hat,
ich grüß Ortsvorsteher, Ortsbeiräte
grüß Onkel Gustav, Tante Käthe,
grüß Vorsitzende vunn de Vereine,
grüß große Leute und aach kleine,
grüß wichtige- und die, die sich dafür halten,
grüß junge Leute und die Alten,
grüß‘ Leute von der KSB,
BASF’ler hab ich aachgeseh‘
ich grüß Kirchgänger und nicht so fromme,
von dene sinn aach paar heut gekomme,
grüß Fußballer und Gymnastikfraue,
grüß die Intelligenten und die Schlaue.
Ich grüße hier auch, wie alle Jahr,
Thomas und Petra Liebler- unser jüngstes Ehepaar.
Es soll der liebe Gott euch beiden im Leben,
viel Liebe und auch viele Kinder geben.

Ich bitte Sie jetzt alle hier - aufzustehen und mit mir,                                  
die Gläser in die Hand zu nehmen,                                                              
zum Flomersheimer Kerwe- Hochzeitssegen!

 "Das unser jüngstes Hochzeitspaar, glücklich lebe Jahr um Jahr,
dass es zueinanderstrebe, dass in Harmonie es lebe,
dass es ohne Not und Sorgen, froh erwache jeden morgen.                          
Dass es Tag für Tag sich freue, auf das Gute und das Neue!                                  
Dass des Lebens Wandel bringt,                                                                        
dass ihm Hold das Schicksal winkt.                                                          
Darauf heben wir alle das Glas zum Toast:                                                           
Das junge Paar, es lebe! Prost!“ - SETZEN-!!!

Als nächstes begrüß ich, darauf bin ich ganz wild
Miß Strohhut- Katharina Müller, das städtische Aushängeschild.                
Beim Kerwe-Umzug- da durfte ich im Cabrio neben ihr sitzen,                                      
bei so viel Liebreiz kam ich in’s Schwitzen,                                                                          
aber so iss es im Leben halt, ich bin 35 Jahr zu alt.

Besonders begrüß‘ ich auch den städtischen Lenker,                                                              
den Kerweumzug-Woiausschenker,                                                                                      
ihr wisst alle wen ich mein,                                                                                  
willkommen Herr OB Wieder in Flomersheim.
E halbe Stund könnt ich jetzt noch grüße,
doch des würde mir und euch die Stimmung vermiese,
drum höre ich jetzt mit der Begrüßung uff,
weil ich jetzt mit euch mol trinke muss. PROST!!!

Wen ich jetzt net begrüßt hab, des sag ich mol hier,
soll sich net beschwere, Begrüßung iss eigentlich de Heike ihr Bier.
Das ist mit de Frau Ortsvorsteher auch so abgestimmt,
ich begrüß’ die Fraue, sie begrüßt Mann und Kind.
Denn alle Fraue werden von mir persönlich ein wenig geküsst,
jetzt wisst ihr auch warum 4 Tage lang Kerwe hier ist.

Aber Halt, eines liegt mir noch am Herze,         
mit Fraue kann ich mir’s nämlich net verscherze.
Und zwei besondere Damen sind heut hier im Zelt,
bekannt in Flomersheim, bekannt in de Welt,
Schon jahrelang des muss mer wisse,
tun beide in Berlin die Pfälzer Fahne hisse.
Beide stellen sich zum wiederholten mal,
für die Vorderpfalz zur Bundestagswahl.

Werbung von beiden zur Wahl dass muss sein,
so ist s auch hier in Flomersheim.
Drum bleib ich an jedem Lichtmast steh,
ich muss heit noch die Maria seh‘.
Unn wo die Maria hängt ihr Leit, do hängt die Doris aach net weit.
Das kann nur gut geh, so sag ich als, FrauenPower aus de Palz.
Unn ab und zu vom Lichtmast – oh Wunder – guckt aach die Angela Merkel runter.

Und damit bei der Wahl der Erfolg sie beide trägt,
haben wir Flomersheimer uns etwas überlegt.
Denn als Wahl-Glücksbringer gibt’s Gott sei Dank,
den Flomerschummer Kerwetrank.
Sie Frau Dr. Böhmer nehmen bitte von mir,
dieses schwarze Wahlgewinnungselexier
und für Sie - Frau Doris Barnett- ist das rote gedacht,
der Trank hat auch schon anderen Glück gebracht.
Ich hab den auch vor 20 Jahre zum ersten mal probiert
und werde seitdem jedes Johr zum Kerweborsch gekürt.
Also, viel Erfolg für sie beide – sag ich ganz voreingenommen –
in Flomersheim sind sie beide immer willkommen.

In de letscht Zeit hot manches die Gemüter erregt,                                          
weil sich vieles um die Sicherheit bei Umzüge dreht.                                      
Wer jetzt erwartet dass ich zu diesem Thema was sage,                                  
der kann lang auf einen Kommentar von hier oben warte.
Man muss sich in die Lage der Stadt mal versetze,                                          
die tun auch nur Vorgabe von owwe umsetze.
Doch die Flomerschummer AG sah die Sach ganz gelasse,                      
wenn wir am Umzug nicht fahren könne,                                               
dann laufe mir durch die Gasse.
Ich frag euch jetzt mal, wie die Lage ist,                                                         
habt ihr am Umzug etwas vermisst?                                                                
Wie eh und je, seit ewiger Zeit, standen am Straßenrand die Leit.                  
Die haben geklatscht, getanz, geküsst,                                                      
keiner hat am Umzug irgendetwas vermisst.

Nur im Vorfeld der Kerwe konnt man in der Presse lese,                                
die Durchsetzung der Bestimmunge wären kein                                          
schöne Zug von der Stadt gewese.                                                             
Die Tradition z.B. die wäre dahin und alles wäre ohne Sinn.                               
Ja, sicherlich ist das Thema heiß, doch Sicherheit hat seinen Preis.

Wir sehen das anders, wir sehen das locker,                                                 
so etwas reißt die Organisatoren der AGF nicht vom Hocker.                                                    
Wir sagen auch nicht, die Stadt macht was verkehrt                                        
oder -Herr Hebich / Herr OB – haben sie von uns was gehört??
Den Zeitungsbericht sollten sie bei der Stadt in die Rundablag legen,
das war nur etwas grüner Wahlkampf - so ist halt das Leben.

Lieber Gerhard, was ich damit sage will, das sag ich gleich hier,    
bevor de es nächschte mol lospolterst unn uff die Stadt schennscht,
redest du erst mal mit mir.
Denn um im Wahlkampf zu punkte, gibt’s annere Sache, 
guck was die uff em Sportplatz dort für dich mache.
Die hawwen mit Unterstützung der Stadt,
aus einem Roten Platz für dich einen Grünen gemacht.
Doch dem Rasen fehlt Wasser, das Gras will nicht spriessen,
drum hab ich für dich diese Gießkann zum giessen.
Tausendmal muss du laufen mit Wasser drin,
tausendmal mit Zwiwwelbrunnewasser zum Sportplatz hin.
Und zu dieser Aktion da sage ich nur, dass ist gut für den Rasen,
für die nächste Wahl und für die Figur.

Doch bei dieser Gelegenheit sagen wir den Grünen auch Dank,
für die Spende einer Friedhofsbank.
Auch die AGF hat ungeniert, eine zweite Bank dazu spendiert.
Damit die Friedhofsgießkannzotteklauer                                                  
nicht mehr sitzen auf der Mauer,
sondern auf neuen Bänken - in aller Ruh –
oh Flomersheim wie schön bist du.
Und ich denk an dieser Stelle ganz sacht,
ein bischen Applaus für die Spender wäre jetzt angebracht.

Und schon wieder, es iss kaum zum fasse,                                          
hot‘s unser Grundschul‘ krache lasse.                                                
Nach dem Motto „Runter vumm Sofa und ran an den Sport“,                  
setzte man beim Sportabzeichen die Erfolgsserie fort.                                    
In der Gruppe der Schulen von 150-300 Kinner,                                            
war wieder mal unser Grundschul‘ der große Gewinner.                                                  
Das verdanken wir, weil Training im Sommer und Winter,                      
dem Pensionslehrer Peter Benzmüller
und dem Pensions-Lehrer Manfred Günter.
Und dafür gibt es wieder, so wahr ich hier steh,                                                             
für diese Superleistung 150.- Euro von de AG.
Ein Vertreter der Grundschule bitte zu mir,
hier gibt’s die Kohle, hier owwe bei mir.
Unn jetzt gibt es, ich sags grad heraus,
für die Sportabzeichen-Gewinner
von euch einen großen Applaus. Dankschää!!

So, eigentlich hätt ich jetzt nix mehr zum saa,                                
doch zum Schluss noch e Story aus Flomerschum,
vun einer älteren Fraa.
Die hat jo und das hat mich fast umgehaut,
im Neukauf e Dos Persching geklaut.
Und sich aach noch, dess iss kää Posse,
debei noch vum Chef verwische losse.
In Frangedahl am Bundesseniorengericht,
macht der Richter e schmunzliges Gesicht.
Liebe Frau, sagen sie mal an,
ei wie bleed kann mer soi und wie alt sind sie dann?
Und weil ich beim Einkaufe net so bewandert bin,
wieviel Persching sinn in so ner Dos dann drin?

Letscht Woch war ich achtzig, do war dehäm was los,
unn zwölf halbe Persching sinn in so äner Dos.
Des mach ich mir äfach, de Richter nickt,
sie werden für 12 Tag in de Knascht geschickt.
Ach Gott sagt de Opa, der war als Omas Begleitung da,
derf ich zu dem Fall aach noch was saa.
Herr Richter, ich muss es halt loswern,
drum sag ich es ganz laut,
ei e Dos mit Erbse hot se aach noch geklaut.

So, jetzt mach ich wieder Schluss,
weil ich jetzt mol was trinken muss.
Euch allen wünsch ich, dass ist keine Frage,
viel Spaß auf den Flomerschummer Kerwetage,
dem Tennisclub wünsch ich ein volles Haus,
es sieht leider etwas nach Regen aus.

Damit das Wetter gut bleibt, könnt man vielleicht was dran dreh,
lasst euch halt morgen früh in de Kerch all’ mol seh’.
Bei der Predigt uff pälzisch, könnt ich mir denke,
könnt man die göttlichen Schritte noch lenke,
bei stillem Gebet und in Eintracht mit dem Herrn,
könnt das Wetter so geil wie die Kerwe dann werrn.

Und nach dem Motto „Froh und Heiter“,                                                      
geht anschließend hier die Kerwe weiter.                                                                          
Denn mit Lachen und Humor,                                                                
kommt einem die Welt gleich anders vor.                                                                                           
Lasst die Sorgen all zu Haus, lasst doch hier die Wutz heraus.    
Ich mach mich jetzt vom Acker, den nach mir ist dann,
der Vorstand vom Tennisclub Flomersheim dran.
Dann kommt auch das wichtigste für einige hier,
nach seiner Begrüßung gibt’s wieder kostenlos Bier.
Auch diese Kerwerede, die hat wieder mal nix gekoscht.
Macht’s gut, auf Wiedersehn im nächsten Jahr – Prost!

 

© Rainer Hannemann

Flomersheim, 24.08.2013

 

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Kerweborsch in Action / Foto: H.J. Kellner
Kerweborsch in Action / Foto: H.J. Kellner

Kerwerede

2014                                                                              

Dunnerkeil und Sakrament,
ich blick jo in ein volles Zelt,                                      
vunn de Zwiwwelböck hier aufgestellt, für Euch und für den Rest der Welt.                                                                        
Es sprach sich rum bis an den Rhein,                                                    
Kerwe ist wieder in Flomersheim.

Und alle, alle Jahre wieder, bricht es aus, das Kerwefieber.                        
Vorm letzte Sunndag im August, wird man unruhig in der Brust.
Flimmernde Herzen und zittrige Hände,                                                              
das Warten hat jetzt bald ein Ende.                                                                  
Vom Putzwahn werrn die Frauen erfasst,                                                                    
ob‘s Kleid vumm letzte Johr noch passt?                                                              
Zum Friseur muss man jo aach noch geh,                                                            
an Kerwe muss man gut ausseh‘,                                                                            
die Kinner kriegen Kerwegeld und dann geht’s ab ins Kerwezelt.

Hier trifft man Freunde und Bekannte, alle lieben Anverwandte,            
de Unkel Schorch und Tante Grete,                                                         
trifft Ortsvorsteher, Ortsbeiräte.                                                        
Trifft Vorsitzende vunn de Vereine,                                                            
trifft große Leute und aach kleine,                                                                  
man trifft Leut vunn der AG, Presseleute kann man seh,                                                                     
trifft manche Leute aus de Stadt, vom OB Wieder mitgebracht.                                                                            

Ich grüße hier auch, wie alle Jahr,                                                             
Fisnik und Albulena Canbeka, unser jüngstes Ehepaar.                            
Es soll der liebe Gott euch beiden im Leben,                                                        
viel Liebe und auch viele Kinder geben.

Ich bitte Sie jetzt alle hier - aufzustehen und mit mir,                                  
die Gläser in die Hand zu nehmen,                                                                
zum Flomersheimer Kerwe- Hochzeitssegen!

„Das unser jüngstes Hochzeitspaar, glücklich lebe Jahr um Jahr,
dass es zueinanderstrebe, dass in Harmonie es lebe,
dass es ohne Not und Sorgen, froh erwache jeden morgen.                          
Dass es Tag für Tag sich freue, auf das Gute und das Neue!                                  
Dass des Lebens Wandel bringt,  dass ihm Hold das Schicksal winkt.                                                          
Darauf heben wir alle das Glas zum Toast:                                                            
Das junge Paar, es lebe! Prost!“ - SETZEN-!!!

Als nächstes begrüß ich, darauf bin ich immer ganz wild,
Miss Strohhut- Sandra Jäger - das städtische Aushängeschild.                
Beim Kerwe-Umzug- da durfte ich im Cabrio neben ihr sitzen,                                      
wieder mal kam ich dabei in’s Schwitzen,                                                                            
aber so iss es im Leben halt, ich bin 40 Jahr zu alt.

Und so wie ich könnt auch ihr all‘ hier seh,                                                
ein lieber Gott was ist die schee!                                                                   
Sie sitzt vor mir hier am Tisch, gell Sandra,                                          
dass war ein Punkt für mich.                                                                                
Sie präsentiert in nächster Zeit,                                                                      
die Stadt und Vororte bundesweit.                                                         
Liebe Miss Strohhut, ich sags grad raus,                                                           
was jetzt hier kommt ist Ihr Applaus

Besonders begrüß‘ ich auch den städtischen Denker,                                                              
den Kerwe-Fahrrad-Umzugs-Lenker,                                                                                     
ihr wisst alle wen ich mein,                                                                                  
willkommen Herr OB Wieder hier in Flomersheim.

Wen ich jetzt net begrüßt hab, des sag ich mol hier,
soll sich net beschwere, Begrüßung iss eigentlich de Heike ihr Bier.
Das ist mit de Frau Ortsvorsteher auch so abgestimmt,
ich begrüß’ die Fraue, sie begrüßt Mann und Kind.

Übrigens - bei der Kommunalwahl dieses Jahr,                                                        
Heike Haselmaier wieder der Sieger war.
Herzlichen Glückwunsch unserer Haselmaus,
mach aus Deiner zweiten Amtszeit das Beste draus.

Letztes Jahr, vielleicht werdet ihr‘s noch wisse,
war das Wetter am Umzug wirklich beschisse.
Da war so heftig- in Ströme hots runner gemacht,
unn die Kerweumzugsplaner haben an die Sicherheit gedacht.
Denn dort wo Donner grollt und es blitzt, es nicht ungefährlich ist.
Laut Internet konnte man auch nicht auf Besserung hoffe,
Hessheim wäre schon fast abgesoffe.
Auch die Wettervorhersagen für die nächste Stunde,
machte trübe Gesichter in der Entscheider-Runde.
So kam man gemeinsam mit dem OB zu dem Schluss,
dass man den Umzug absagen muss.
Auch der Fanfarenzug streikte, die Leute wern nass,
und es steht auch kein Zuschauer im Ort uff de Gass.
Die Kinner waren feucht, schon vor dem Umzugsbeginn,
die laafen net mit, des macht jo kein Sinn.

Auch die Cabrios wären so voll gelaufe,
do könnt man es Wasser aus em Handschufach saufe.
Die Fahrer die hatten zum fahre kään Bock,
in ner Stunde hätten die bis zum Bobbes im Wasser gehockt.
Doch hinnerher, e paar Tag später,
kam von einigen das Gezeter.
Des war net gut, so war dene ihr Meinung,
abzusage war eine schlechte Entscheidung.
Und so mancher streitbare Mann,
griff verbal den AGF-Vorstand an.
Doch der wusste sich zu wehren,
konnte schnell die Sache klären.
Dem Mann erklärte man kurz und bündig,
die Entscheider waren zu dem Zeitpunkt mündig.
Und sagten den Meckerern ganz knapp,
dass man selbst mit dem Umzug die meischt Arbeit gehabt.
Unn wer er es net glaabt soll ins Rathaus flitze,
dort dut unser OB meischt sitze.
Dem war die Sach auch net einerlei,
denn der war bei Kerweumzug-Absagegremium aach mit dabei.

Flüsterasphalt, Tempo 30,
in Flomerschum da hatte man es immer eilig.
Doch die Raserei ist jetzt vorbei, nach jahrelanger Zankerei,
ist es dem Ortsbeirat mit der Stadt gelunge,
de Fuss wird jetzt vum Gas genumme.
Ab dem Ortschild vunn Frankedahl her, vum Entschleuniger dort,
fährt man jetzt mit 30 durch unseren Ort-
und setzt in Eppstää die Geschwindigkeit aach so fort.
Und so mancher Durchgangstransitfahrer dachte,
jetzt kann ich mir länger die zwo Vororte betrachte.
Und so sagt auch mancher Fahrer mit Hänger,
den Abgas-Gestank hawwen die Vorortler jetzt länger.
Und den Verantwortlichen wird jetzt erklärt,
wie man‘s auch macht, man macht‘s verkehrt.

2012, also vor zwo Jahr, es war im Frühjahr gewese,
konnte man es in der Zeitung lese.
Der Vorstand der AGF möchte 2014 die Hack raus mache
und nach 20 Jahren mal jüngere Leute ans Ruder lasse.
Man war der Meinung, frisches Blut,
tut der Arbeitsgemeinschaft und somit dem Vorort ganz gut.
Dass der Ortsbeirat in Eigeninteresse hier Vorschläge macht,
hatte ma sich auch dabei gedacht.
Doch das war sozusagen ein Satz mit X,
denn bis heute hört man von dem Thema nix.

Ein Ortsbeirat z.B. hat‘s einfach, wenn der Ideen hat,
muss man die Umsetzen bei der Stadt.
In der AGF läuft es halt anders, so ist das eben,
da muss man nicht nur fordern, da muss man selbst Hand anlegen.
Der Job in der AGF, er ist halt mit etwas Arbeit verbunden
und Sitzungsgeld gibt es auch nicht für die Ehrenamtsstunden.

Obwohl ich vor kurzem der Zeitung entnommen,
dass Ratsmitglieder, die zur Sitzung kommen,
ein Sitzungsgeld kriegen und das wäre gut,
weil jeder, der was für die Gemeinschaft tut,
mit diesem Betrag als Sitzungsgeld,
eine Anerkennung für seine ehrenamtliche
Tätigkeit für die Gemeinschaft erhält.

Das lasse ich mal so stehen, dazu fällt mir nichts ein.
Doch dazu meine Meinung, ich sag’s jetzt mal spitz,
wenn der Bericht so stimmt, ist diese Aussage ein Witz.
Den damit hat man jedem, der ein Ehrenamt begleitet,
die Freude am ehrenamtlichen Einsatz etwas verleidet.

Kerweredner – 20 JAHRE – für mich wird’s Zeit - Ade zu sage!      
Und eines sollt ihr hier gleich wisse,                                                              
ich werde eich alle sehr vermisse.                                                              
Doch fällt der Abschnied mir auch schwer,                                                     
ein neuer Kerweborsch muss her.
Auch dieser Job, so sag ich nur,
braucht wie die AGF – eine Verjüngungskur.
Ob man jemanden findet bleibt abzuwarte,
ich unterstütz awwer jeden – keine Frage.
Das war es halt, so ist es eben,
das war ein Abschnitt in meinem Leben.

Wer also Lust hat, diese Tradition zu erhalten
und will seine Ideen hier oben entfalten,
soll sich melde bei de Heike,
alles andre wird sich zeige.

Euch danke ich für 20 Jahre Treue,
wenn ihr weiter hier her kommt,
dess würd mich sehr freue.
Ihr ward immer ein gutes und dankbares Publikum,
doch meine Redezeit ist um,
was bleibt ist die Erinnerung.

An immer lustig Rederei, manchmal war auch Ernst dabei.
Doch wenn man nicht Ross und Reiter nennt,
verändert man nichts auf dieser Welt.
So bin ich auch manchmal, wie man mich kennt,
mit dem Kopf voll gegen die Wand gerennt.
Doch vorher dachte ich ganz beflisse,
dess muss eraus, dess misst ihr wisse.

Ich erinnere mich z.B. an’s Thema Hundehaufe
(nach dem Motto „ist der Haufen schief und krumm,
war der Hund aus Studderum“
oder lag der Haufen Kreuz und Quer,
kam der Hund aus Eppstein her“),
ich erinnre mich an Bombefunde deren Sprengung schwer missglückt
und dadurch das Strandbad Richtung Flomerschumm gerückt.
Auch an eine Wahl erinnere ich mich dann und wann,
das man in Flomerschumm nicht richtig zählen kann.
An Ortsvorstehers Amtsenthebung,
da kam in die Bürokratie so richtig Bewegung.
Und so weiter und so fort, es war immer was los in unserem Ort.
Ich könnt noch viele Highlights nenne,
doch das würde den Umfang der Kerweredd sprenge.

So, drum mach ich jetzt wieder Schluss,
weil ich jetzt mol was trinken muss.
Zum letzten mal wünsch ich euch, dass ist keine Frage,
viel Spaß an den Flomerschummer Kerwetage,
den Zwiwwelböck wünsch ich 4 Tage lang ein volles Zelt,
mit Gästen aus der ganzen Welt.

Und nach dem Motto „Froh und Heiter“,                                                      
geht anschließend hier die Kerwe weiter.                                                                          
Denn mit Lachen und Humor,                                                                
kommt einem die Welt gleich anders vor.                                                                                           
Lasst die Sorgen all zu Haus, lasst doch hier die Wutz heraus.    
Ich mach mich jetzt vom Acker, den nach mir ist dann,
der Vorstand vunn de Flomerschummer Zwiwwelböck dran.
Dann kommt auch das wichtigste für einige hier,
nach seiner Begrüßung gibt’s wieder kostenlos Bier.
Auch diese Kerwerede, die hat wieder mal nix gekoscht,
macht’s gut, kommt wieder im nächsten Jahr – Prost!

© Rainer Hannemann

Flomersheim, 30.08.2014

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Rainers Cartoon
Rainers Cartoon

Kerwerede 2015

Guten Tag liebe Gäste aus nah und aus fern,                                                        
Kerwe in Flomersheim, dass machen wir gern.
Ich darf sie begrüßen im Namen der AGF,                                                          
ich soll des mache, ich wär dort de Chef.
Des mach ich doch gern und das mit Humor,                                                        
mit soviel nette Leit feiern, das iss jo so klor.
Und in einer Minute werdet ihr auch versteh,                                                    
warum ich schunn widder hier owwe steh.

Bei der Besprechung zur Kerwe im Kreis der AG,                                                        
war fast alles gebongt, so war‘s zu versteh‘.                                                
Jedoch – so hat man festgestellt,                                                                      
einer fehlt bei der Eröffnung im Kerwezelt.                                                          
Und die Ortsvorsteherin sagt ganz forsch,                                                            
Leute - wir hawwen jo noch immer kein Kerweborsch!

Ei jo sagt de Rolf Müller, die gute Seele der AG,                                                
den hab ich Vorsjohr aach es letschde mol geseh‘.                                               
Ei jo sage die annere dann ganz beflissse,                                                            
der hätt letschtjohr vunn hier owwe des Handtuch geschmisse.                          
Nä, nä sagt ein Dritter, sein Blick schon etwas verschwommen,                        
der hat Vorsjohr nach 20 Jahren seinen Abschied genommen.

Man hat alles versucht, alles möglich unnernumme,                                  
doch man hat keinen neuen Kerweborsch gefunne.
Unn was jetzt kommt, dess könnt ihr euch fast denke,                                          
die ganz Versammlung dut ihren Blick in moi Richtung lenke.

Lieber Rainer, sprach Heike, die Haselmaus,                                                      
sei mir net bös- ich sags grad heraus -                                                          
und in diesem Fall tu ich net locker lasse,                                                          
du kannscht deine Begrüßung für die AGF                                                                  
doch bestimmt in Reime verfasse.                                                                    
Und damit du weißt wie so etwas geht,                                                                    
hab ich letschtjohr vum Kerweborsch e Video gedreht. 
Das guggst du dir mal an, machs genau in etwa so-                                                  
ja so iss es auch gekomme, drum steh ich heit do.

In Flomerschumm in de Grundschul, de Rektor Fruth sich gedacht,      
ich muss doch mol teste, was hammer de Kinner bisher beigebracht.
Jetzt, so korz vor de Ferie iss e gudie Zeit,                                                                
do geh ich mol zu de Drittklässler heit!

Ich will euch mal teste, drum stell ich Euch die Frage,                                          
wer kann mir e berühmtie Persönlichleit aus Oggersheim sage?                    
Und als kleine Hilfe, so sag ich euch dann,                                                      
die fängt mit dem Buchstabe „K“ doch an.
Die Kinner rufen – zum Rektor Fruth seim Ärger
„Ei die Daniela Katzeberger“! Falsch sagt der Rektor,                                      
er schmunzelt und lacht,                                                                                    
ich hab eigentlich an e älderie Person gedacht!                                                

E korzie Denkpaus, in de Klass war es still,                                                              
weil jeder die Frage richtig beantworte will.                                                        
Und dann kam die Antwort, ganz uff die schnelle,                                                            
sie mänen sicher die Mutter vun de Katzeberger, gelle??
Ja, die Pädagoge vun heit sinn halt net zu beneide,                                      
es ännert sich die Welt und es ännern sich die Zeite.

Letschd Johr im Kerwezelt am Ausschank,                                                                    
das kann ich euch sage, hat sich folgende Story zugetrage:
En Pälzer Gascht hot 8 Rieslingschorle bestellt,                                               
hier iss es net deier, was koschdet die Welt.                                                    
Heit lass ich mit meine Kumpels die Wuz aus dem Stall,                                
die acht Schorle packe mer locker, gleich sinn se all!
Er denkt noch bei sich – wie krieg ich die 8 Schorle do weg                                        
und sagt Richtung Ausschank „Hawwen sie e Tablett?“
Der Meister des Ausschank dut die Haare sich raufe und sagt:              
„wenn se Koppweh hawwen, tun se doch net so viel saufe!“                              
Er entschuldigt sich glei und sagt mit Humor,                                                           
gelle, mir Zwiwswelböck sinn jo ganz klor.  

De neue Sportplatz, do owwe beim TuS,                                                   
sattgrüner Rasen- ein Genuss.                                                                     
Die Einweihung dort war heut vor acht Tage,                                          
am Kerwefußballturnier, das möchte ich hier sage.

Kurz und knackig sprach da die Frau Haselmeier ,                                              
von vielen Gesprächen im Vorfeld und von sehr deier.                                  
Doch das ist es wert, das muss man auch wissen,                                                
den rote Hartplatz tut keiner vermissen.                                                             
Und auch der rote Herr Schwarz, der Vertreter der Stadt,                                    
sagte ganz bestimmt,                                                                                         
in diesem Fall haben wir alle für Grün gestimmt.

Ja, so ein Sportplatz der macht was her,                                                          
die Kicker werden immer mehr.                                                                  
Und der TuS hat die Jugendarbeit forciert,                                                
Kompliment was dort zurzeit so passiert.                                                            
So viel Kinner und Jugendliche beim Kicke,                                                          
das muss ich gesteh, hab ich dort owwe noch nie geseh‘.                                

Und hoffentlich setzt sich der Fußballtrend fort                                                    
und die Jugend spielt auch als Aktive noch dort.                                            
Und noch ein Erfolg, das iss net zum lache,                                                      
mit dem Kicke tut die Jugend was sinnvolles mache.                                  
Und auch die Eltern werden schnell erkenne ,                                  
es iss gut wenn ihr Kinner uffem Sportplatz rumrenne.                                    
Denn eines ist sicher, wie du ja weißt,                                                                    
in einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist.

Doch die Eigenleistung vom TuS bei der Finanzierung der Sache,                        
hat in der TuS-Kasse ein Riesenloch hinnerlasse.

Do müsse mir etwas helfe, drum appelliere ich an eich,                                           
egal ob ihr wenig habt oder seit reich.                                                                            
Die TuS-Spardose, die gleich im Zelt rumgeht mit Euros zu fülle,                                                   
das ist sicherlich auch in eurem Sinne.                                                    
Denn dann könnt ihr gut schlofe, das wird auch so sein,                                                  
dafür schließe ich euch alle in mein Nachtgebet ein.

Damit alles korrekt ist, zählt die Heike das Geld                                                
und Rolf Müller haben wir als Beimann bestellt.                                                  
Es würde mich freue, könnt ich nächst Woch in de Zeitung lese,                        
ei in Flomerschumm sinn se an de Kerwe sehr spendabel gewese.

So, ich mach mich jetzt vumm Acker, denn nach mir ist dann,
de Chef vun de Zwiwwelböck mit der Begrüßung dran.
Ich wünsche allen – keine Frage – vier ganz tolle Kerwetage.                              
Ich will sie alle nächstes Jahr hier wiederseh –                                                        
das wünscht sich der Vorstand der AG.

Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit.

 

© Rainer Hannemann


Kerwesamstag, 29.August 2015

 

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Einbürgerungsurkunde Miß Strohhut 2016  /  Foto: Katrin Hannemann
Einbürgerungsurkunde Miß Strohhut 2016 / Foto: Katrin Hannemann

Kerwerede 2016

Grüß Gott, guten Tag, ihr seid jo all do,
es iss widder Kerwe, was bin ich so froh,
ich freu mich halt immer, wenn ich Eich all seh’,
dann bin ich optimistisch- die Kerwe wird schee.
Es ganz Johr wart man gespannt, bis die Kerwe kommt in’s Land,
und jetzt ihr Leit isses soweit, in Flomerschumm iss Kerwezeit.

Vier Tage und vier Nächte lang,
verspürt man diesen inneren Drang,
nach Bratwurst, Bier und viel Gesang.
Es zieht einem hin auf diesen Platz,
hier gibt es Stimmung und Rabatz,
hier triffst du wieder Gott und die Welt,
bei de Zwiwwelböck im Kerwezelt.

Ich hab als Begrüßung so einen Rundumschlag gemacht,
mit Grußworte haben sie ja meine Vorredner schon bedacht,
doch zwei Gäste grüß ich persönlich, das ist Tradition,
als erstes OB Hebich, denn kennt ihr ja schon,
und dann noch Miß Strohhut, Franziska Ratz, eine Wonne,
wo sie auftaucht scheint die Sonne.
Sie kennt uns noch net, drum erzähl ich ihr knapp,
was Flomerschumm so besonders macht:
Wir liegen, wie könnts annerscht soi,
schunn immer linkerhand vom Rhoi.
Schon in Urzeite hat man festgestellt,
hier ist de Nabel von der Welt.
Hier wäre, dass hab ich mal gelese,
das Vorbild fürs Paradies gewese.
Pälzer Woi und Pälzer Worscht,
Pälzer Leit und Pälzer Dorscht,
Flomerschummer Grumbeere und Pälzer Rebensaft,
wer bei uns wohnt, der hots geschafft.

Flomerschummer leben allezeit, schunn immer uff de Sunneseit.
Wir sind, Miß Strohhut, do kommen sie leicht dehinner,
dem liebe Gott sei Lieblingskinner.
Deshalb, sie können mir es wirklich glaabe,
Flomerschunmmer sein ist eine Gottesgabe.
Damit sie das Gefühl kriegen, von was ich hier rede,
also – wie lässt es sich in Flomersheim lebe,
werden sie jetzt kurzer Hand, dank meiner Macht,
für die 4 Kerwetage zum Ehrenbürger von Flomerschumm gemacht.

Und als persönlichen Nachweis habe ich in de vergangene Nacht,  
ihnen diese Urkunde gemacht.                                                                      
Ich würde mich freue, kämen sie zu mir jetzt gleich,                                    
damit ich ihnen hier oben die Urkunde überreich.
Verbunden damit, das sag ich hier glei,                                                      
sie haben wenn sie hier im Zelt sind,  
über die Kerwe alle Getränke für sich frei.                                                    
So was sage ich gerne, für mich wird das nicht deier,                                  
des bezahlt nämlich die Heike Haselmeier.
Damit können mir protze, dass iss ganz gewiss,
weil ab sofort für 4 Tage unsere Miss Strohhut aus Flomerschum iss.
Ich hör jetzt schon wie am Montag de OB im Rathaus spricht,
Miss Strohut aus Flomerschum, ei die sinn net ganz dicht.

Wen ich jetzt net begrüßt hab, des sag ich mol hier,                                    
soll sich net beschwere,                                                                                   
des is eigentlich de Frau Ortsvorsteher ihr Bier.                              
Das ist mit der Heike auch so abgestimmt,                                                        
ich begrüße die Fraue, sie begrüßt Mann und Kind.

De Ball ist rund – auch beim Kerwefußballturnier,
es wurde wieder mal gekickt an zwei Tagen hier.
Auch nach 30 Jahren, so sagen die Alten,
hat dieses Kerwefußballturnier seinen Charme sich erhalten.
Der Sieger erhält den Elwetritschen-Wanderpokal der AG
und wer des iss könnt ihr am Montagabend um 21.00 Uhr hier seh’.
Dann erfährt bei der Siegerehrung die ganze Welt,
wer wo wie wann in Flomerschumm de Ball hoch hält.

Bankraub in Flomerschumm –                                                                      
war dick und fett in der Rheinpfalz zu lese.                                                    
Mein Gotte denk ich, was ferr Bank war des gewese.                            
Es gibt jo zwo Geldinstitute im Ort, das wissen wir alle,                                            
aber welche hawwense denn jetzt überfalle?                                                     
Ich lese weiter, bis es mich vom Stuhl fast haut,                                                  
da wurde ja gar kein Geld geklaut.
Bei dem Bankraub wurde, man kann es nicht fasse,                                        
im Immengärtenweg eine Sitzbank mitgehe lasse.                                                      
Die wurde einst zum Verweilen für Bürger und Gäste aus aller Welt,

vom Männergesangverein Bund Freundschaft gestiftet und aufgestellt.                                     
Und zur Feier des Tages, so hat man damals gedacht,                              
wird alle Jahr zu Ehren der Bank ein Bankfest gemacht.                          
Man hat auch net lang rumgeeiert                                                                             
und weit über 30 Jahre lang dieses Fest gefeiert.                                                                      

Vor zwei Jahren war es dann soweit,                                                                  
ich erzähle es hier weit und breit,                                                                      
das Fest kann nicht mehr gefeiert wern,                                                        
kein Nachwuchs da – nur ältere Herrn.                                                       
Schade darum, kam mir oft zu Ohren,                                                    
wieder ein Stück Tradition im Vorort verloren.                                            
Und sicher hat sich der Dieb gedacht,                                                         
wird für die Sitzbank kein Fest mehr gemacht,                                            
dann wird das gute Stück geklaut -ohne viel Rabatz,                                    
bei ihm im Garte iss wahrscheinlich dafür Platz.                                                
Das ist rotzfrech, man soll es nicht glaube,                                            
manche Drecksäck können alles gebrauche.                                          
Und liebe Mitglieder vom MGV, was ich jetzt sage ist keine Schau,        
die AGF beteiligt sich gerne, obwohl wir kassenmäßig sehr schlank,    
bei der Beschaffung einer neuen Immengärtenwege-Bank.

Auf dem Friedhof do draus, so habe ich gehört,                                        
gibt’s wieder was, was einige Bürger so stört.                                                
Auf die Gehwege wurde von der Stadt neuer Splitt gestreut,                   
doch das wurde paar Tage später schon wieder bereut.                            
Das Unkraut hat, es hat sicher keiner geahnt,                                              
sich seinen Weg durch den Splitt gebahnt.                                                 
Und steht dort jetzt –unentwegt -, einigen Friedhofsbesuchern im Weg.
Mein Gott, denk ich und fange an zu gähne,                                          
manche Leit hawwen wirklich Probleme.                                                          
So ein Mist, man soll es nicht fassen,                                                          
wer hat dort das Unkraut so schnell wachsen lassen?                                  

Es ist alles nicht so tragisch, sagt mir mein Verstand,                                
weil das Unkraut schon vorher da stand.                                                  
Die Männer vunn de Stadt, haben ihren Job nur gemacht,                                    
so wie befohlen den Splitt aufgebracht.                                                            
Und keiner hat beachtet, net ums verrecke,                                                            
man kann doch nicht mit dem Splitt das Unkraut zudecke.

Der Haushaltsabfall fault nicht weit vorm Haus,                                                  
in den öffentlichen Mülleimern draus.                                                              
Es ist in Flomersheim leider scheinbar Fakt,                                                        
dorthin wird öfters der Müll gebracht                                                                
und das manchmal auch noch lose,                                                                   
so wird - das muss man wissen,                                                                  
gegen das Abfallentsorgungsgesetz verstoße.
Die Reinigung der Stadt, hat sich gegen diesen Schwachsinn gewehrt
und sich darüber bei der Frau Ortsvorsteherin beschwert.
Drum sollten wir es mal probieren,                                                            
den Müll im Haus gut zu sortieren und zu Hause zu entsorgen,
dorthin wo er hingehört, damit sich keiner mehrt beschwert.

Dosen, Plastik, Tetra-Pack, kommen in den Gelben Sack.
Fault der Apfel in der Sonne, kommt er in die zukünftige Biotonne.                
Das Glas von Muttis Nagellack, kommt nicht in den gelben Sack,
sondern mit Papas leeren Pfälzer-Rieslingflasche                                                  
in eine große Tragetasche und zusamme mit de zerbrochene
Blumevas‘ in die große Behälter fürs Glas.
Gebrauchte Hosen, Röcke, Pullis, Hemden kommen                                          
in den Behälter für Kleiderspenden.
Alles andre, wie Öl und Plüsch, kommt nicht im Ort in ein Gebüsch,
sondern mit Opas Zähnen, Taft und Tüll, in den städtischen Sondermüll.
Und Ungeziefer, Spinne, Schnecken,                                                     
entsorgt man gut in Nachbars Hecken.                                                            
Diese können dort den Vögeln, Igeln und Bienen                                        
noch als Nahrung vortrefflich dienen.

Fazit: Wenn man Aus alt was Neues macht,                                                          
darüber sehr wohl die Umwelt lacht.                                                                
Und für Umweltsünder wird’s net deier                                                               
und es freut sich die Heike Haselmeier.

Durch das viele Wasser sind die Gräben in der Gemarkung versaut,          
sie sind voller Unrat und voll wildem Kraut.                                                
Die Stadt würde nix mache, so hab ich gehört,                                                
auch die Eppstääner Nachbarn haben sich schon beschwert.                
Wären die Gräben ein Bahnhof,                                                               
so kann ich aus eigener Erfahrung sagen,                                                  
hätte man die Ortsvorsteher schön längst zum Gespräch eingeladen.
Also, liebe Vertreter der Stadt, eine Bitte von mir,                                        
gebt euer Bestes für die Gemarkung hier (und die in Eppstää).                          
Lasst es mal im Felde so richtig krachen                                                            
und die Gräben sauber machen.                                                                
Dafür sind euch dankbar Grün, Schwarz und Rot                                          
und besonders die Heike Haselmeier und de Uwe Klodt.

So, jetzt ist halt wieder mal Schluss,
weil ich vom Freibier mol trinke muss.
Ich freue mich mit euch, keine Frage, auf vier tolle Kerwetage.
Den Zwiwwelböck, die hier jeder kennt,
wünsche ich immer ein volles Zelt.
Macht’s gut, schöne Zeit, halt euch munter und gesund,
dann geht’s hier im nächsten Jahr auch wieder rund.
Und ich hoffe, dass ich euch dann all’ wieder hier seh’,
das wünscht sich de Rainer von de AG.

Ich mach mich jetzt vom Acker, den nach mir ist dann,                                                      
der Vorstand vom Festwirt Zwiwwelböck dran.                                                              
Dann kommt auch das wichtigste für einige hier,                                                              
nach seiner Begrüßung gibt’s wieder kostenlos Bier.                                                 
Und auch diese Rede zur Kerwe, die hat wieder mal nix gekoscht,                              
macht’s gut, auf Wiedersehn im nächsten Jahr, Prost!

Dankschääää!!

© Rainer Hannemann,

Flomersheim, Kerwesamstag 27.08.2016

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Einbürgerungsurkunde Miß Strohhut 2017  / Foto: Katrin Hannemann
Einbürgerungsurkunde Miß Strohhut 2017 / Foto: Katrin Hannemann

Kerwerede 2017

Wieder mal ist es soweit, wieder mal ist Kerwezeit,
wieder mal, ich seh’s mit Wonne, wieder mal seit ihr gekomme,
wieder mal ein volles Zelt, von de Zwiwwelböck hier aufgestellt,
denn jeder weiß, ob groß ob klein, Kerwe ist in Flomersheim.
Und jeder, der was auf sich hält, sitzt heute hier im Kerwezelt,
es ist fast wie in jedem Jahr, volles Zelt und alles da.

Drum grüß‘ ich alle Flomersheimer,
die Eppstääner Nachbarn und die Studernheimer.
Ich grüße Gäste aus Mörsch und aus Frankenthal-City,
ich grüß Onkel Ernst und Tante Kitty
ich grüß Ortsvorsteher, Ortsbeiräte,
grüß Opa Jakob, Oma Käthe,
grüß Vorsitzende vunn de Vereine,
grüß große Leute und aach kleine,
grüß wichtige- und die sich dafür halten,
grüß junge Leute und die Alten,
grüß‘ Leute von der KSB,
BASF’ler hab ich aach geseh.

Ich grüß Kirchgänger und nicht so fromme,
von dene sinn aach paar heut gekomme,
grüß Fußballer und Gymnastikfraue,
grüß die Intelligenten und die Schlaue,
grüß Miss Strohhut – welche Wonne,
wo sie auftaucht, scheint die Sonne.
Ich grüß de Vorstand der AGF,
ich grüß vunn unsrer Stadt de Chef,
ich grüß die Ortsvorsteherin Heike Haselmeier,
grüß Frau Müller und Herr Meier.
Ich grüß Männer vun de Feuerwehr,
grüß Jäger ohne Schießgewehr,
ich grüß Arme, Reiche und auch Grumbeerbauern,
ich grüß Kampftrinker, die aufs Freibier lauern.
Ich grüß Angler an den Tischen,                                                                                
die öfters mal im trüben Fischen,                                                                                        
ich seh gesunde und aach Kranke,
die neue Kraft im Zelt hier tanke.
E halbe Stund könnt ich jetzt noch grüße,
doch des würde mir und euch die Stimmung vermiese,
drum höre ich jetzt mit der Begrüßung uff,
weil ich jetzt mit euch mol trinke muss. PROST!!!

So en Kerweredner soll jo saa,
was zwischen zwo Kerwe so alles war.
Drum schaute ich hinter die Kulisse                                                                      
und erzähl euch jetzt moi Wisse.
Manchmal ernst, doch viel Humor,
kommt in dieser Rede vor.
Nach meinen Motto wie eh und je,
allen wohl und keinem weh.

Die Vorort-Kerwe sterben scheinbar langsam aus,                                                                                        
wir schauten betroffen nach Mörsch hinaus.                                                            
Ei, wie schade dachten wir, das sind die Erste, wann denn wir?                                
Überall, man merkt‘s ganz beklommen,                                                                                
wird sich für die Brauchtumspflege keine Zeit mehr genommen.´                                  
Jahrelang schon sind überall die gleichen Helfer zu sehen,                                           
das kann auf die Dauer gar nicht gut gehen.

Auch die Ausrichter der Eppsteiner Kerwe,                                                                
sprachen von einem Kerwesterbe,                                                                                  
wenn nicht in den nächsten Jahren,                                                                            
sich mehr Helfer zum Helfen eintragen.                                                                         
Mein Gott, das kann doch das Problem nicht sein,                                                           
ein paar Stunden zu helfen, auch hier in Flomersheim.                                                      
Jedes Jahr das gleiche Spiel,                                                                                                        
melden sich Helfer und wenn ja, wieviel?                                                                   
Mancher Zwiwwelbock fragt sich bis zum Schluss,                                                            
ob er wieder Doppelschicht schiebe muss,                                                          
damit die Kerwegäste immer dann,                                                                                   
genug zum Esse und zum Trinke ham.

Besonders die jungen Leute tun sich von der Arbeit gern drücke,                                                  
die tun sich lieber beim Trinke zurücklege,                                                                        
als beim schaffe mol bücke.Ich hoffe ja, dass ich mich irren tu                                                                                       
und es sagen haufenweise junge Leute ihre Hilfe zu,                                                      
damit auch im nächsten Jahre dann,                                                                                     
die Flomerschummer Kerwe wieder stattfinden kann.

Zum X-ten Mal in Folge, es ist kaum zum fasse,                                                               
hot‘s unser Grundschul‘ wieder krache lasse.                                                                   
Nach dem Motto „Runter vumm Sofa und ran an den Sport“,                                      
setzte man beim Sportabzeichen die Erfolgsserie fort.                                                    
In der Gruppe der Schulen von 150-300 Kinner ,                                                                
war unser Grundschul‘ wieder der große Gewinner.                                                          
Und auch die Sparkasse hat den Erfolg honoriert                                                               
und der Grundschule ein Preisgeld von 1000 Euro spendiert.                                                

Den Sieg verdanken wir, weil Training im Sommer und Winter,                                          
den pensionierten Ex-Grundschullehrern
Peter Benzmüller und Manfred Günter.
Die kehren immer wieder gerne an ihre alte Schule zurück,
dazu griff Rektor Peter Fruth zu einem einfachen Trick.
Er tat nämlich auf männliche Urtriebe baue,
das Lehrer-Kollegium besteht mittlerweile aus viel junge Fraue.
Eijo des stimmt, beim Schulfest habe ich es selbst geseh,
jetzt kann ich aach de Manfred und de Peter versteh.
Und jetzt gibt es, ich sags grad heraus,
für die Ex-Lehrer und die Sportabzeichen-Gewinner
von euch hier einen riesigen Applaus. Herzlichen Dank!!

Nach 3 Jahren Suche ist es uns endlich gelunge,                                                                            
die AGF hat einen neuen Vorstand gefunne.                                                                  
Ich freue mich, dass ich hier sagen kann,                                                                            
Dirk Wedekind ist der neue Mann.                                                                        
Seine erste Amtshandlung war keine Schau,                                                                          
er machte aus der AGF die Arbeitsgemeinschaft Flomersheim e.V.                                          
Er will in die AG neuen Schwung reinbringen,                                                                      
dazu wünschen wir ihm alle viel Erfolg und gutes Gelingen.

Der Ball ist rund, auch beim Kerwefußballturnier,                                                                
es wurde gekickt an zwei Tagen hier.                                                                              
Der Sieger erhält den Elwetritschen-Wanderpokal der AG                                      
und wer des iss, könnt ihr am Montagabend hier im Kerwezelt seh‘.                      
Dann erfährt bei der Siegerehrung die ganze Welt,                                                                    
wer wo wie und wann in Flomersheim de Balle hoch hält.

Aus dem Westen weht bei uns hier der Pfälzer Wind,
darauf sind wir stolz – es sei denn – er stinkt.                                              
Ein übler Gestank, ein schlimmer Geruch,                                                      
kam aus Richtung Lambsheim zu uns zu Besuch.                        
Auch die Eppstääner Nachbarn hatten die Nasen im Wind,
kommt das aus Flomerschem, was do so stinkt??
Das war eben ein Scherz, das kann ich euch saa,                                                
wo der Gestank her kam, war auch de Eppstääner klar!
Auch OB Hebich roch den Gestank sofort,
das war kein Problem, der wohnt in Eppstää vor Ort.
Er ist dann auf die Idee gekommen,
hat eine Brise üblen Geruches im Gefrierbeutel                                                  
mit ins Rathaus genomme und zum 1. Beigeordnete gesagt                                                         
mein Lieber Herr Knöppel, gugg net so dumm,                                                                            
nimm mol e Nas‘ voll und dann kümmer dich drum.

Der Beigeordnete Knöppel ist ein rühriger Mann,                                                                
der rief sofort in Lambsem im Rathaus an.
Liebe Kollege, ich muss euch sage,                                                              
der Gestank aus Lambsem ist in Eppstää unn                                      
Flomerschum nicht zu ertrage.
Dort hat man dann sofort reagiert                                                                      
und den ganze Scheiß abtransportiert.
Wer jetzt den Gestank hat ist uns wirklich Scheißegal,                                              
Hauptsache der Pfälzer Wind riecht hier wieder normal.

Unn wieder iss es mal soweit, genug gebabbelt hier unn heit.                      
Drum komm ich langsam jetzt zum Schluss,                                                      
weil ich mal wieder enden muss, mit meinen Reden und Zitaten
und auch das Freibier tut schon warten.

Danke sag ich allen die hier her gekommen,                                                      
an alle, die am Umzug teilgenommen,                                                          
danke Miss Strohhut Jenny Neufeld für ihre Zeit                                                                    
und danke Herr OB Hebich, dass se kumme sinn heit.
Danke an die Zwiwwelböck, den Gastgeber hier,                                                    
danke an die Küche und die Männer am Bier.
Tschüss, haltet Euch munter, seid immer gut drauf,                                          
im nächsten Jahr steh‘n wir hoffentlich hier wieder auf.                                                  

Die vier Kerwe-Tage gehen so schnell vorbei,                                                     
ich hoffe, ihr seid oft dabei.                                                                          
Ich mach mich jetzt vum Acker, denn nach mir ist dann,                            
der Vorstand vom Festwirt Zwiwwelböck dran.                                  
Dann kommt auch das wichtigste für einige hier,                                          
nach seiner Begrüßung gibt’s wieder kostenlos Bier.                                                  
Und auch diese Kerwerede, die hat nix gekoscht,                                            
macht‘s gut, auf Wiedersehn im nächsten Jahr – Prost!!

Dankschää!!

© Rainer Hannemann

Flomersheim, Kerwesamstag 26. August 2017
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Kerweumzug 2018; Kerweborsch / Foto: Hans-Jürgen Kellner
Kerweumzug 2018; Kerweborsch / Foto: Hans-Jürgen Kellner

Kerwerede 2018

Dunnerkeil und Sakrament, ich blicke in ein volles Zelt, von de  Zwiwwelböck hier aufgestellt, für Euch und für den Rest der Welt. Es sprach sich rum bis an den Rhein, Kerwe ist wieder in Flomersheim.
Und alle, alle Jahre wieder, bricht es aus, das Kerwefieber. Vorm letzte Sunndag im August, wird man unruhig in der Brust. Flimmernde Herzen und zittrige Hände, 
das Warten hat jetzt bald ein Ende.Vom Putzwahn werrn die Frauen erfasst, ob‘s Kleid vumm letzte Johr noch passt? Zum Friseur muss man jo aach noch geh, an Kerwe muss man gut ausseh‘, die Kinner kriegen Kerwegeld und dann geht’s ab ins Kerwezelt.

Hier trifft man Freunde und Bekannte, alle lieben Anverwandte, de Unkel Schorch und Tante Grete, trifft Ortsvorsteher, Ortsbeiräte. Trifft Vorsitzende vunn de Vereine, trifft große Leute und aach kleine, man trifft Leut vunn der AG, Presseleute kann man seh, trifft manche Leute aus de Stadt, von OB Hebich mitgebracht. Zum 10. ten mal von hier oben und so wahr ich hier stehe und ihr habt sie auch all schon gesehe, begrüße ich zu unserer Kerwefeier, die Ortsvorsteherin von Flomersheim – Frau Heike Haselmeier. Und Miss Strohhut kann man seh, mein lieber Gott was ist die schee! Sie sitz vor mir hier am Tisch, gell Emily, dass war ein Punkt für mich.Sie präsentiert in nächster Zeit, die Stadt und die Vororte bundesweit. Liebe Miss Strohhut, ich sag‘s grad raus, was jetzt hier kommt ist Ihr Applaus.

Sie kennt uns noch net, drum erzähl ich auch ihr ganz knapp, was Flomerschumm so besonders macht: Wir liegen, wie könnts annerscht soi, schunn immer linkerhand vom Rhoi. Schon in Urzeite hat man festgestellt, hier ist de Nabel von der Welt. Hier wäre, dass hab ich mal gelese, das Vorbild fürs Paradies gewese. Pälzer Woi und Pälzer Worscht, Pälzer Leit und Pälzer Dorscht, Flomerschummer Grumbeere und Pälzer Rebensaft, wer bei uns wohnt, der hots geschafft.Flomerschummer leben allezeit, schunn immer uff de Sunneseit. Wir sind, Miß Strohhut, do kommen sie leicht dehinner, dem liebe Gott sei Lieblingskinner. Deshalb, sie können mir es wirklich glaabe, Flomerschunmmer sein ist eine Gottesgabe. Damit sie das Gefühl kriegen, von was ich hier rede, also – wie lässt es sich in Flomersheim lebe, werden sie jetzt kurzer Hand, wie es ihrer Stellung gebührt, für die  Kerwetage von den Frau Ortsvorsteherin zur Ehrenbürgerin von Flomerschumm gekürt. Und als persönlichen Nachweis haben wir in de vergangene Nacht, ihnen diese Urkunde gemacht. Ich würde mich freue, kämen sie zu mir jetzt gleich, damit die Chefin vom Vorort ihnen hier oben die Urkunde überreicht. Verbunden damit, das sag ich hier glei,  sie haben wenn sie hier sind, im Zelt über die Kerwe alle Getränke für sich frei. So was sage ich gerne, für mich wird das nicht deier, des bezahlt nämlich die Heike Haselmeier. Damit können mir protze, dass iss ganz gewiss, weil ab sofort für 3 Tage unsere Miss Strohhut aus Flomerschum iss. Ich hör jetzt schon wie am Montag de OB im Rathaus spricht, Miss Strohut aus Flomerschum, ei die sinn net ganz dicht.

Es meldete sich leider in diesem Jahr, für unseren Umzug kein jüngstes Ehepaar. Drum hat die AGF kurzfristig umdisponiert und das Brautpaar 2018 kreiert. Die beiden haben geheiratet im Mai, sicher war mancher von Euch hier dabei. Sie haben sich zum dabei sein bereit erklärt, damit der Umzug nicht ohne jüngstes Ehepaar fährt. Unser aller Dank gilt somit dann, Frau Maria Edel und Florian, ihrem Ehemann. Heben sie bitte alle ihr Glas zum Flomersheimer Kerwe-Hochzeitstoast: Dass unser liebes Hochzeitspaar, glücklich lebe Jahr um Jahr, dass es zueinanderstrebe, dass in Harmonie es lebe, dass es ohne Not und Sorgen, froh erwache jeden morgen. Dass es Tag für Tag sich freue, auf das Gute und das Neue! Das des Lebens Wandel bringt, dass ihm hold das Schicksal winkt. Darauf heben wir alle das Glas zum Toast: Das junge Paar, es lebe! Prost!“

Die Vorort-Kerwen sterben scheinbar langsam aus, wir schauten betroffen nach Mörsch hinaus. Ei, wie schade dachten wir, das ist die Erste, wann denn wir? Überall, man merkt‘s ganz beklommen, wird sich für die Brauchtumspflege keine Zeit mehr genommen. Jahrelang schon sind überall die gleichen Helfer zu sehen, das kann auf die Dauer gar nicht gut gehen. Auch die Ausrichter der Eppsteiner Kerwe, sprachen von einem Kerwesterbe, wenn nicht in den nächsten Jahren, sich mehr Helfer zum Helfen eintragen. Mein Gott, das kann doch das Problem nicht sein, ein paar Stunden zu helfen, auch hier inFlomersheim. Jedes Jahr das gleiche Spiel, melden sich Helfer und wenn ja, wieviel? Mancher Zwiwwelbock fragt sich bis zum Schluss, ob er wieder Doppelschicht schiebe muss, damit die Kerwegäste immer dann, genug zum Esse und zum Trinke ham. Dieses habe ich letztes Jahr schon berichtetund darüber so manchen Vers gedichtet. Und jetzt ist es auch bei uns so weit, die Zwiwwelböck können die Kerwe im nicht mehr machen, ihr Leit‘. Das heißt daher im Umkehrschluss, dass sich nächstes Jahr etwas gravierendes ändern muss. Ich hab schon gehört, unter der Federführung der AG, soll es aber nächstes Jahr weiter geh.Die Planungen dazu sind schon im Gange, man muss halt ganz von vorne anfangen.

Dazu braucht man viel Personal, das zu finden ist jedes Jahr eine Qual. Da ist zum Beispiel von mir der Ortsbeirat ein guter Tipp, will man dort im Gespräch bleiben, macht man fast alles mit. Daher suchen Fraktionen dort oftmals dann, Themen mit denen man sich profilieren kann. Die Kerwe 2019 sollte dort ab sofort in allen Fraktionen ein Hauptthema sein, nur - da bringt man sich und seine Arbeitskraft ein. Nicht nur Anträge stellen an die Stadt oder Zwiwwelbrunnen-Spenderschild suchen, das es nie gegeben hat und etliche andere nicht nachvollziehbare Dinge, die uns in Flomersheim net weiter bringe. Und dann die landläufige Meinung, die jungen Leute sich von der Arbeit gern drücke, die täten sich sich lieber beim Trinke zurücklege, als beim schaffe mol bücke. Ich hoffe ja, dass ich mich irren tu und es sagen auch etliche junge Leute ihre Hilfe zu, damit auch im nächsten Jahre dann, die Flomerschummer Kerwe wieder stattfinden kann. Denn soll unsere traditionelle Kerwe hier wie bisher weiter geh, müssen wir alle zusamme steh‘.

Kerwemontag – Kaffee und Kuchen gibt’s hier im Zelt und jeder der was auf sich hält, holt sich ein Stück vum trockene Kuche oder vun de Sahnetort, isst se entweder hier oder nimmt se mit fort. Doch damit man sowas anbieten kann,müssen viele fleißige Hände ran. Und den besten Kuchen, dass wissen wir, backen Flomersheimer Hausfrauen und bringen ihn nach hier. Das funktioniert nicht immer so, denn für den Montag ist noch nicht so viel Kuche do. Wer also noch ein Kuchen zum Kerwemontags-Kaffee beitrag en kann, meldet sich bitte bei de Zwiwwelböck an. Im Voraus mein Dank für die Kuchenspende, damit es nicht wie in Eppstein ende. Denn Kaffee und Kuchen wurde dieses Jahr dort am Kerwemontag schmerzlich vermisst, obwohl es immer so gewesen ist. Die Absprachen haben nicht so geklappt, drum sinn die Kerwegäste in die Bäckerei gedappt, haben Kuche gekauft unn Kaffe to Go, hoffentlich ist es im nächsten Jahr nicht nochmal so. Ich will auch hier net uff die Nachbarn schenne, wir wissen, dass die Eppstääner es besser könne.

Ansonsten ist nicht viel passiert, was wichtig war hab ich kurz glossiert. Drum mach ich wieder langsam Schluss, weil mal jeder enden muss, mit seinen Reden und Zitaten und auch das Freibier tut schon warten. Das der Vorstand vun de Zwiwwelböck zum Anstecken dann frei gibt nach meiner Redd. Und nach dem Motto „Froh und Heiter“, geht anschließend hier die Kerwe weiter. Denn mit Lachen und Humor, kommt einem die Welt gleich anders vor. Lasst die Sorgen allzu Haus, lasst doch hier die Wutz heraus. Drum feiert fröhlich die Kerwetage, ich bin dabei, gar keine Frage. Lasst uns feiern, tanzen, singen,  lasst uns die Stunden mit Frohsinn verbringen. Auf Erden bist du nur ein Gast, bedenke das du einst musst wandern, was du bis dahin nicht getrunken hast, das trinken dann die andern!

Lasst uns noch drei Tage fröhlich sein, hier bei uns in Flomersheim. Genießet froh Wein, Weib und Gesang – den Wein vor allen Dingen und rät dir der Arzt zur Mäßigung, dann lass erst mal das Singen. Ich sage ihnen vielen Dank, herzlichen Dank und Gott sei dank und werden sie mir bloß bis nächstes Jahr nicht krank! Und besten Dank für ihre Aufmerksamkeit! Dankschää!!

Rainer Hannemann, Kerweredner in Frankenthal-Flomersheim, Samstag, 25. August 2018                    

 

Ortswappen Flomersheim
Ortswappen Flomersheim

Impressionen Kerwe 2014 (Alle Fotos: H.J.Kellner)

Kerweumzug; die Ortsvorsteherin und Ortsbeirätinnen in Kerwestimmung!
Kerweumzug; die Ortsvorsteherin und Ortsbeirätinnen in Kerwestimmung!
Miß Strohhut und Kerweborsch
Miß Strohhut und Kerweborsch
Familie Macauda Lambsheim
Familie Macauda Lambsheim
Bild: Copyright bei www.rupp-ft.de
Bild: Copyright bei www.rupp-ft.de

Impressionen Kerwe 2015 (Alle Fotos: H.J.Kellner)

Miß Strohhut
Miß Strohhut
Kerweeröffnung Miß Strohhut/ Ortsvorsteherin Heike H.
Kerweeröffnung Miß Strohhut/ Ortsvorsteherin Heike H.
Kerweeröffnung im Festzelt
Kerweeröffnung im Festzelt
Bild: Copyright bei www.rupp-ft.de
Bild: Copyright bei www.rupp-ft.de

Impressionen Kerwe 2017 (Alle Fotos: H.J.Kellner)

Kerwerede
Kerwerede
Miß Strohhut
Miß Strohhut
Kerweborsch
Kerweborsch
Ortsvorsteherin / Miß Strohhut/Kerweborsch/Oberbürgermeister
Ortsvorsteherin / Miß Strohhut/Kerweborsch/Oberbürgermeister
Bild: Copyright bei www.rupp-ft.de
Bild: Copyright bei www.rupp-ft.de

Rede zur Kerwebeerdigung 2017

Bevor ich jetzt die Predigt halte, bitte ich euch innigst  alle, auf meine Kommandoruf „WEINEN“,  lautstarkes Weinen mit traurigem Gesicht zu vereinen und zum optischen Gedenken dazu bitte ein Taschentuch verwenden. Erschallt jedoch das Wort „JUBEL“ von hier oben, bitte ich alle lautstark zu toben und nach ganz kurzer Euphorie, wieder ruhig zu werden wie noch nie. Das Gesagte wollen wir jetzt mal testen,  gebt mal „WEINEN“ jetzt zum Besten – und in diesem ganzen Trubel, erfolgt jetzt lautstark das Wort „JUBEL“.     

Danke liebe Kerwegäste, wir wollen jetzt beginnen…!

Liebe KerweTrauergemeinde, liebe Kerwekampftrinker,  Schluckspechte, liebe Überlebende der letzten vier Tage, liebe Kerwesonnenanbeter, liebe Kerwegäste, liebe Freibiergesichter, liebe Flomersheimer,  liebe KerweTrauergäste aus nah und fern. In Trauer beugen wir das Haupt!           
Wir hätten‘s nimmermehr geglaubt. Dass uns die Kerwe wird entrissen, das finden wir alle sehr beschissen. Erschüttert sind wir allesamt,
die sie vier Tage lang gekannt. Wir werden sie vermissen.  „WEINEN“!                                                 

Dieser traurige Anlass hat uns heut an dieser Stelle zusammengeführt  und wir sind alle tief berührt. Warum, weshalb des wisst ihr  jo,
unsere Kerwe iss net mehr do. In dieser stillen Abendstunde, haben wir uns hier zusammengefunde, um Abschied zu nehme von unserer Kerwe,
für ein Jahr tut sie jetzt sterbe. „WEINEN“

Jetzt isses aus – do geht sie hin – wie kurz doch so vier Tage sinn.  Wir alle tun das sehr bedauern, tun ehrlich um die Kerwe heute trauern. 
So will ich den mein Nachruf halte und wähl dazu den Spruch, -den alte:  alles im Lewe ist vergänglich, nur der Kuhschwanz, der bleibt länglich. Vergänglich waren die viele Woche, wo die Zwiwwelböck die Kerwe besproche. Vergangen ist Müh und Plage, die vielen Vorbereitungsarbeitstage.  Jedoch vergange sinn auch heut, die Kerwetage,  der Spaß, die Freud. Wo wir in Stimmung warn und Schwung,
jetzt bleibt nur die Erinnerung.  „WEINEN“                                                                         

Aber auch die Hoffnung für uns alle, das unsere Kerwe in jedem Falle, grad wie sie heute von uns geht, im nächsten Jahre aufersteht. „Jubeln“.          Und das wir alle um die Reih, gesund dann widder sinn debei. Jedoch zum Schluss will ich jetzt doch, recht herzlich mich bedanke noch. 
In de Zwiwwelböck ihrem Name bei alle, die zur Kerwe kame unn haben mit uns und unsere Gäscht, gefeiert unser Kerwefescht. 
Und weil im Moment die Stimmung so feierlich ist, erzähl ich noch e korzes Flomerschumer Kerwegedicht:

In Flomersheim tobte die Kerwe, ein ganz große Sause, eine Mutter war allein zu Hause. 
Da pocht es leise an das Fenster,  doch die Mutter glaubt nicht an Gespenster.
Auf einer KlappBank aus dem Kerwezelt aus Fichtenholz, brachte man ihren Sohn,
den einzigen Stolz und hinterdrein gestützt von starken Armen, brachte  man den Vater, den Armen.  „WEINEN“!
Der Mutter Brust entrinnt ein einziger Schrei, sie ruft nur:  Heit hawwen se widder gesoffe, die zwo Sei.   „Jubel“!                                                  

Und aach de Zwiwwelböck, dem Festwirt der Kerwe,  wünsche mir zum Abschluss volle Kasse und net so viel Scherbe.
Dem Vorstand Sven Reuter und seinen Leuten im Verein, wollen wir sehr dankbar sein. 
Was von de Zwiwwelböck geleistet wird,
dass sag ich euch glei, trägt wesentlich zur Erhaltung unsere Kerwe bei.
Und jetzt ihr Zwiwwelböck, ich sags grade heraus,  was ihr jetzt hört, ist ganz allein dafür euer Applaus. „Jubel“

Nach dem Motto, Froh und heiter, geht anschließend noch e gudie Stund die Fete hier weiter.
Ich bedanke mich auch für Euer Applaus und begleit  jetzt die Zwiwwelböck  von der Bühne hinaus.

Dankschää!                                     
Rainer Hannemann, Dienstag, 29.08.2017

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Miß Strohhut, Kerweborsch und Bürgermeister / Foto: H.J Kellner
Miß Strohhut, Kerweborsch und Bürgermeister / Foto: H.J Kellner

Kerwe-Eröffnung 2018

Foto: Hans-Jürgen Kellner
Foto: Hans-Jürgen Kellner
Foto: Hans-Jürgen Kellner
Foto: Hans-Jürgen Kellner
Foto: Hans-Jürgen Kellner
Foto: Hans-Jürgen Kellner
Foto: Hans-Jürgen Kellner
Foto: Hans-Jürgen Kellner
Cartoon Rainer H.  / Dez. 2018
Cartoon Rainer H. / Dez. 2018

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